Kreiszeitung vom 18.02.2020

 

Kopfweidenschnitt-Aktion

Nabu Weyhe: Bäume bekommen neue Frisur

© Büntemeyer

Nabu-Projekt: Leon Stegman (v.l.), Siggi Renz, Bernd Daneke und Fabienne Karwin verpassten den Kopfweiden im Biotop wieder einen neuen „Haarschnitt“. Während Siggi Renz die Aktion mit einer Astschere begleitet, hält Fabienne Karwin die neue Akku-Säge in Händen, die Carsten Eichhorn als Spende der Kreissparkasse mitgebracht hat.

Weyhe - Dank einer Spende der Kreissparkasse konnte der Nabu Weyhe seinen „Maschinenpark“ um Akku-Kettensäge, Akkus und Ersatzteile erweitern. Jetzt sind diese Geräte beim Kopfweidenschnitt in den Osterbruchwiesen zum Einsatz gekommen. Trotz dieser Geräte blieb es eine kräftezehrende Arbeit, denn auf dem etwa 8 000 Quadratmeter großen Gelände warteten 70 Weiden auf den „Friseur“.

Eigentlich seien die Kopfweidenschnitte nur alle fünf bis acht Jahre erforderlich, erklärte der stellvertretende Nabu-Vorsitzende Bernd Daneke. Das sei allerdings arbeitstechnisch von den Mitgliedern nicht zu leisten, weil dann mehr als armdicke Äste abgesägt und vor Ort durch einen kräftigen Häcksler geschreddert werden müssten. „Mit diesem schweren Gerät kommen wir bei den jetzt herrschenden Witterungsverhältnissen nicht mehr an das Biotop heran,“ erklärt Daneke. Das sei in der Vergangenheit bei Frostwetter kein Problem gewesen, das Schnittgut sei dann in die nicht weit entfernten Büffelwiesen gebracht worden.

Jetzt bleibe das Schnittgut im Biotop liegen und verrotte vor Ort. Aber armdicke Äste würden sich nicht dazu eignen, und deshalb werde jetzt häufiger gesägt, um dünnere Zweige zu „ernten“.

Das Ergebnis zeige sich auch an den Kopfweiden. Früher seien tellergroße Schnittflächen entstanden, in die dann Wasser eindrang. „Dadurch wurde das Holz morsch, es entstanden Höhlen, die bei Tieren als Unterschlupf und Nistplatz beliebt waren“, sagt Daneke und ergänzt: „Im vorigen Jahr haben wir sogar eine Schleiereule in so einer Höhle entdeckt.“ Die nun erheblich kleineren Schnittstellen würden zwar auch faulen, aber die Höhlen seien wesentlich kleiner. Doch sie böten jetzt kleineren Tieren Unterschlupf, oft entstünden aus eng nebeneinander liegenden kleinen Schnittstellen später auch größere Höhlen.

Aber die Arbeit mit der Kettensäge ist anstrengend. Auch Fabienne Karwin und Leon Stegmann, die als „Bufdis“ in der Gemeinde tätig sind, haben sich freiwillig zum Mithelfen entschlossen. Ihnen mache die Arbeit auch Spaß, obgleich sie für den nächsten Tag mit Muskelkater rechnen. Bernd Daneke ist froh darüber, dass auch im Nabu Weyhe Mitglieder bereit seien, sich an diesen Aktionen zu beteiligen. Insgesamt hat der Ortsverein rund 850 Mitglieder, aber auch die Liste der Projekte, die betreut und oft auch ganz neu angeschoben werden, sei lang: Die Wasserbüffel müssen betreut, die Schafe gefüttert und die Streuobstwiesen gepflegt werden. Es gibt eine Gruppe, die sich die Umrüstung ehemaliger Bunker in Fledermausquartiere zur Aufgabe gemacht hat. Andere betreuen die Schleiereulen-, Falken- und Schwalbennester. Im Frühjahr wird entlang der Straßen beim Einsammeln der Kröten an den Krötenfangzäunen aktiver Amphibienschutz betrieben. In der Grundschule Leeste werden Schulprojekte unterstützt, „und die Störche sind auch schon wieder da“, erklärt Daneke.

Außerdem wird Öffentlichkeitsarbeit betrieben, um auf die Notwendigkeit der Projekte aufmerksam zu machen und weitere Bürger zum Mitmachen anzuregen. Was Bernd Daneke besonders freut: Die Beteiligung am Monatstreffen an jedem dritten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Dr. Dietrich-Schütte-Haus, Böttcherei 115, sei kräftig gestiegen und es würden auch immer mehr jüngere Leute zu diesen Treffen kommen.


Regionale Rundschau vom 16.01.2020

 

Erträge aus Gewinnsparen

14 Weyher Vereine bekommen 9100 Euro

Weyhe-Kirchweyhe. Aus dem Topf der Reinerträge hat die Volksbank Syke 14 Vereine aus Weyhe begünstigt. Das VR-Gewinnsparen ist eine Kombination aus Gewinnen, Sparen und Helfen, teilt die Volksbank Syke mit.

Für Teilnehmer gibt es monatlich Geldpreise zwischen vier und 5000 Euro sowie Sachpreise und Gewinne aus Sonderverlosungen. Zu den Gewinn- und Sparsummen fallen Reinerträge an, teilt die Volksbank mit. Vereine der Region haben die Möglichkeit, über die Filialen der Volksbank (in Bassum, Stuhr, Syke, Weyhe und Riede) einen Antrag auf Zuwendung zu stellen. Von den Reinerträgen in 2019 – mehr als 70 000 Euro – profitieren 65 Vereine im Nordkreis des Landkreises Diepholz. Für das Frühjahr kündigt die Volksbank die Übergabe eines Caddy (Wert 24 000 Euro) an, erstmalig auch eines Kinderbusses für einen Kindergarten aus der Region (Wert 5000 Euro).

Folgende Weyher Vereine und Institutionen haben Spenden in Höhe von 9100 Euro bekommen: Jagdhorncorps Weyhe/Stuhr (600 Euro für Notenmaterial und einheitliche Bekleidung für Auftritte), Weyher Kinderkiste (800 Euro für Spielgeräte für das Außengelände), Naturschutzbund Weyhe (600 Euro für digitale Mikroskope für Grundschul-Projekttage), Förderverein der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe (800 Euro für Schutzhütte für das „grüne Klassenzimmer“), Lebenshilfe Syke/Wohnheim Weyhe (600 Euro für einen Austauschakku für ein Therapiefahrrad), Jugendförderverein Weyhe-Stuhr (600 Euro für Netze und Ringe für Ringtennis), TSV Weyhe Lahausen/Mädchenfußball (600 Euro für Trainingsshirts), Schützenverein Melchiorshausen (700 Euro für eine neue Schießanlage), Reitverein Sudweyhe (600 Euro für einen abschließbaren Geräteschuppen), Deutsche Lebensrettungsgesellschaft  Weyhe (500 Euro für ein Spineboard), TuS Sudweyhe (500 Euro für weitere Fußball-, Korbball- und Gymnastikbälle), Tischtennisverein Erichshof (600 Euro für weitere Tischtennistische), Förderverein der Hundertwassergrundschule Leeste (800 Euro für weitere Aulaausstattung), Seniorenzentrum Weyhe Alte Wache (800 Euro für Pavillions und Bierzeltgarnituren).