Kreisszeitung vom 02.06.2021

 

Sorge um Flora und Fauna

Bebauung am Wieltsee in Dreye: Nabu hofft auf Raum für Natur

Hafenmeister Axel Budelmann von der Marina am Dreyer Wieltsee deutet auf die Abbruchkante am Südufer des Gewässers hin, dort wo Ufer-Schwalben in Höhlen ihre Eier ausbrüten. Von links: Jonas Jäschke und Ulrike Buck der Nabu-Gruppe in Weyhe kennen die Stelle und achten darauf, dass dort insbesondere in der Brutzeit die Vögel nicht gestört werden.

„Wir sind jetzt sehr wachsam. Und wir sind oft hier vor Ort“, erklärt Ulrike Buck vom Weyher Naturschutzbund (Nabu) am Rande des Wieltsees in Dreye. Anfang März ging es bei einer Ausschusssitzung im Weyher Rathaus um den Bebauungsplan, das Gelände um den Wieltsee herum betreffend.

Dreye – „Die Gemeinde möchte einen Plan aufstellen, der hier alles ordnet und entwickelt. Es geht darum, Nutzungskonflikte zu regeln und eine planungsrechtliche Absicherung von Bestandsnutzungen der Vereine und der Marina herzustellen. Es geht auch um die Schaffung von angemessenen Entwicklungsmöglichkeiten“, berichtet sie von Informationen, die sich auch in der amtlichen Bekanntmachung vom 18. März nachlesen lassen.

„Entwicklung kann ja bedeuten, man lässt noch Raum für die Natur oder man entwickelt alles für Freizeitaktivitäten. Das wissen wir nicht so genau“, sorgt sie sich um Flora und Fauna. „Uns geht es darum, festzuhalten, was hier in der Vogelwelt so los ist und wir hoffen, dass für die Natur Lebensräume übrig bleiben.“

Jonas Jäschke, der als Mitglied der Ornithologiegruppe im Nabu genau weiß, was am Wieltsee und der Alten Weser kreucht und fleucht, macht fast jede Woche eine Runde durch die Marsch. Von einem Bootssteg der Marina aus blickt er hinüber zu einer rund zwei Meter hohen Abbruchkante am Südufer des Wieltsees. „Ufer-Schwalben sind klassische Bewohner von Abbruchkanten. Von April bis September haben sie hier ihr Brutrevier und bauen armlange Niströhren“, erklärt der 23-Jährige. „In unserer begradigten Landschaft gibt es solche Abbruchkanten ja kaum noch. Das hat Seltenheitswert.“ Deswegen sei die Gegend aus Nabu-Sicht auch besonders schützenswert.

Lebensraum für Vögel

„Das hier ist der natürliche Lebensraum für diese Vögel“, sagt der Experte. „Ich habe auch schon Ufer-Schwalben an Kanten gesehen, die waren nur halb so hoch wie diese hier. Die Vögel müssen nehmen, was sie kriegen können. Die haben ja keine Wahl.“

Ulrike Buck bestätigt: „Wenn man das Fernglas nimmt, sieht man da drüben eine Bruthöhle neben der anderen. Dort ist momentan ganz viel Betrieb.“

Für Hafenmeister Axel Budelmann sind die eleganten Flieger an seinem Gewässer alte Bekannte. „Von meinem Büro aus sehe ich sie immer neben der Gaststätte und dem Bootssteg umherflitzen“, zeigt auch er sich beeindruckt von der Flugkunst der kleinen Vögel, die ihre Insekten-Beute geschickt in der Luft einsammeln.

„Wir werden die Marina nicht vergrößern, wir werden nur alte Steg-Anlagen austauschen. Vielleicht machen wir vor dem Campingbereich noch etwas, damit die Camper ihre Boote direkt vor ihren Plätzen hinlegen können. Mehr passiert hier nicht“, beruhigt Axel Budelmann die Nabu-Vertreter.

„Selbst Seeadler ziehen hier gelegentlich rüber“

„Heute ist es relativ ruhig, aber neulich habe ich über 20 Reiherenten und auch Schwäne auf dem Kleinen Wieltsee gesehen“, erzählt Jonas Jäschke. In der kalten Jahreszeit kommen noch die Wintergäste dazu, die sich aus Skandinavien auf eisfreie Wasserflächen zurückziehen. „An manchen Tagen kann man hier zahlreiche Gänsesäger, Bergenten, Pfeifenten, Haubentaucher, Blesshühner und Schwertsäger sehen“, berichtet er.

Es sei schon beeindruckend, wie viele Vögel aus Nordeuropa auf der Alten Weser, dem Kleinen und dem Großen Wieltsee als Wintergäste zu beobachten sind. „Ich habe noch nie so viele Gänsesäger hier in der Gegend gesehen wie in diesem Winter“, beschreibt Jäschke die Situation. „Nilgänse haben sich mit einer recht zahlreichen Brut massiv verbreitet und sich hier als Gefangenschaftsflüchtlinge rapide etabliert“, erklärt Jonas Jäschke beim Anblick des afrotropischen Entenvogels am Rande des Großen Wieltsees. Schwanzmeisen, Zilpzalp, Rohrammer und Teichrohrsänger ergänzen die Artenvielfalt in Dreye. „Selbst Seeadler ziehen hier gelegentlich rüber, auch Wanderfalken und kleine Baumfalken wurden bereits beobachtet.“

„Im Gespräch ist, dass auf der östlichen Landzunge zwischen Goßem Wieltsee und der Weser Campingmöglichkeiten geschaffen werden sollen“, berichtet Ulrike Buck. Auch eine Badestelle am kleinen Wieltsee sei in einer Ideensammlung vorhanden. „Das ist ein schöner Sandbereich für Badewillige, aber natürlich auch für die Tiere“, gibt sie zu bedenken.


Kreiszeitung vom 17.05.2021

 

Naturschützer geben Tipps

Nabu Weyhe: Wespen „nicht aggressiver als andere Tiere“

Wie es sich vermeiden lässt, den Pflaumenkuchen mit den Wespen zu teilen, erklärt der Nabu. © dpa

Sie fliegen wieder: Wachgeküsst von der Frühlingssonne sind die Wespenköniginnen aus ihrem mehrmonatigen Dornröschenschlaf ins Leben zurückgekehrt, berichtet Bernd Daneke vom Nabu Weyhe. Der Naturschützer gibt Tipps für den richtigen Umgang mit den Tieren.

Weyhe – „Gelegentlich begegnen uns die just erwachten, teilweise sehr geschwächten Monarchinnen auch im Haus: Den Winter haben sie – sämtliche äußere Anzeichen von Lebendigkeit eingestellt – zum Beispiel in einer Nische in den Dachsparren verbracht. Jetzt heißt es Kraft tanken, am liebsten an blühenden Tankstellen wie nektargefüllten Frühlingsblumen, Kirsch- und Apfelblüten“, erklärt Daneke. Sind die nicht gleich parat, helfe aber auch angerührtes Zuckerwasser. Seien die Lebensgeister geweckt, rufe auch schon die Arbeit, der biologische Auftrag. Im Falle bestimmter Wespenarten bedeute das: einen eigenen Staat gründen.

Vorjahresnester seien zwar teilweise noch intakt, würden aber grundsätzlich nicht neu besiedelt. Ein geeigneter Bauplatz müsse also her. Die Suche nach einem solchen könne allerdings gerade in mehr oder weniger dicht besiedelten Breiten schon mal mit menschlichen Interessen in Konflikt geraten. Aber: „Wir können in den Diskurs mit der Wespe gehen, auch ohne die Chemiekeule zu schwingen, denn Wespen sind sehr lernfähig. Geben wir ihnen also zu verstehen: Nein, mein Rolladenkasten ist keine geeignete Nistfläche für dich! Nein, im Hochsommer möchte ich Pflaumenkuchen und Limo nur sehr ungern mit dir und deinesgleichen teilen!“

„Die Wespen reagieren zu diesem Zeitpunkt noch nicht aggressiv“

Nabu-Tipp: Werden Wespen beobachtet, die immer wieder eine bestimmte Stelle am Haus oder an anderer ungeigneter Stelle anfliegen, bedeute das mit hoher Wahrscheinlichkeit Nestbauaktivität. Findet diese an einem von Menschen häufig frequentiertem Ort statt, zum Beispiel auf, unter oder über der Terrasse, über der Eingangstür oder in anderer direkter Nähe unserer Lebensbereiche, dürfe man in diesem frühen Stadium des Nestbaus durchaus noch stören. Zum Beispiel durch intensives Betätigen des Rolladens, leichtes Besprühen mit Wasser oder auch durch vorsichtiges Entfernen des „Rohbaus“, einer tischtennisballförmigen Nesthülle mit den ersten Waben – allerdings erst, wenn die Königin zum Sammeln von weiterem Nistmaterial und zur Nahrungsaufnahme ausgeflogen ist. „Die Wespen reagieren zu diesem Zeitpunkt noch nicht aggressiv, denn sie haben noch keine Brut, die sie verteidigen müssen“, so Daneke. Alternativ bestehe die präventive Möglichkeit von mechanischen Verschlüssen, beispielsweise Gummischläuchen als Rolladendichtung oder Metallklammern für Lüftungsschlitze in Hauswänden.

Wird die Königin beim ersten Konstruieren, Eierlegen und Larven versorgen weitgehend in Ruhe gelassen, werden laut Danke schon in wenigen Wochen die Nester in ihrer beeindruckenden Architektonik weiter fortgeschritten sein. Fleißige Arbeiterinnen-Wespen würden bei Nestbau und Nahrungssuche die Königin abgelöst haben, die dann ausschließlich für die Eiablage zuständig sei.

Tiere stehen unter Naturschutz

Meist entdecke man ein solches Nest erst später im Sommer, genau dann nämlich, wenn die Arbeiterinnen in großer Zahl ein- und ausfliegen. Für die erwähnte „Verschreckungsmethode“ sei es dann zu spät. „Wespen, gleich welcher Art, stehen unter Naturschutz und dürfen weder bekämpft, noch ihre Nester entfernt werden. Bei der Bekämpfung bestimmter für den Laien nicht immer leicht zu identifizierender Arten drohen gar empfindliche Geldstrafen“, betont Daneke. Wie der Naturschützer erklärt, sind Wespen wichtige Bestandteile eines funktionierenden Ökosystems. Sie sind – ebenso wie Bienen – Bestäuber, sind als Versorger ihrer Brut als fleißige Insektenjäger tätig – und dienen nicht zuletzt auch selbst als Nahrung.

„In den sozialen Medien häufig als ,Arschloch mit Flügeln’ tituliert, ist die Wespe nicht aggressiver als andere Tiere, die das Gefühl haben, ihren Nachwuchs verteidigen zu müssen. Verhalten wir uns angemessen, lässt sich meist einvernehmlich mit- und nebeneinander leben.“


29.04.2021

 

Die Kreissparkasse Syke hat wiederum das Fledermausprojekt des NABU Weyhe mit 500 Euro unterstützt und fördert damit aktiv das ehrenamtliche Engagement des NABU Weyhe für diese besondere und geschützte Tierart, deren Lebensraum zunehmend eingeschränkt wird.

Der Förderungsbetrag wurde in wärmeisolierte Ganzjahreskästen investiert, die in der Osthälfte von Weyhe aufgehängt werden sollen. Dort findet man keine für die Überwinterung geeigneten Bunker, wie es sie in der Westhälfte gibt. Auch sind frostfreie und erreichbare Keller ebenso selten, wie natürliche Höhlen in alten Bäumen, die einen frostfreien Winterschlaf ermöglichen. Da nicht alle Fledermausarten wegziehen, um z. B. in Höhlen der Alpen, dem Harz oder in den Mittelgebirgen zu überwintern, möchte der NABU Weyhe den hier bleibenden Arten weitere Chancen zur sicheren Überwinterung bieten.

Herr Pick und Herr Landt als Vertreter der Kreissparkasse trafen sich mit dem Fledermaus- und Akustik Experten Alfred Schulte vom NABU an einem Weyher Bunker, um sich die beschafften kleinen Winterquartiere anzusehen und damit ihre Unterstützung für das Fledermausprojekt zu dokumentieren.

Foto Dennis Landt.


Regionale Rundschau vom 14.04.2021

 

Weyher Nabu gibt Blühpflanz-Tipps

Säen und Pflanzen im eigenen Garten

Die Königskerze, die Heiko Janßen in der Hand hält, sieht abgestorben aus, hat aber noch Leben in sich. Er informiert gemeinsam mit Ulrike Buck über Blühpflanzen im heimischen Garten. (Vasil Dinev)

Weyhe. Summen soll es und brummen -  so viele Insekten wie möglich sollen sich auf Flächen tummeln, wenn es nach dem Naturschutzbund (Nabu) geht. Weil das zusehends immer seltener der Fall ist, schlagen bundesweit Initiativen nach wie vor Alarm, dass es an tierischer Biomasse in der Luft fehlt. Damit wildes kleines Getier entsprechenden Lebensraum hat, sollen Menschen tätig werden und wiedergutmachen, was sie selbst für Vögel, Schmetterlinge und Bienen eingeschränkt haben. Aktuell und noch in den kommenden Wochen können auch Einzelpersonen dazu beitragen, ihren Garten für Insekten und Vögel attraktiver zu gestalten. Was genau sie machen können (auch auf dem Balkon) und worauf sie achten sollten, erklären die Mitglieder des Weyher Nabu.

Dabei ließe sich auch klein anfangen, etwa, indem kleine Flächen auf dem eigenen Rasen eben nicht gemäht, sondern stehen gelassen werden, erklärt Ulrike Buck, die Schriftführerin in der Nabu-Ortsgruppe. „Dann kommt aus dem Boden, was noch da ist“, sagt sie. Wer will wissen, was aus dem Boden kommt, bedient sich einfacher Saatgutmischungen. Die gibt es auch im Gartencenter zu kaufen, ebenso wie die Stauden, die Buck und ihr Vereinskollege Heiko Janßen empfehlen. Allerdings gilt es dabei, die Eigenschaft „insektenfreundlich“ zu beachten. Allerdings: „Stauden werden manchmal aus Kommerzgründen mit viel Stickstoff hochgezogen“, warnt Janßen. „Es kann sein, dass sie den Winter dann nicht überleben“, sagt er und verweist beim Kauf auf Fachgeschäfte. Außerdem gebe es „sterile Pflanzen“, die sich wegen der Züchtung nicht vermehren können, so Buck.

„Mit Stauden anzufangen, ist das praktischste“, sagt Janßen, der seit mehr als 20 Jahren auch als ehrenamtlicher Wespenberater für die Gemeinde Weyhe zuständig ist. „Mehrjährige Stauden bieten sich im Garten besonders an, da sie nur wenig Pflege benötigen, weniger Wasser brauchen und die Samen im Herbst auf den Boden fallen und im nächsten Jahr wieder auskeimen“, ergänzt Buck. Ihre Samen dienen nicht nur der Vermehrung, sondern seien auch nahrhaftes Futter für viele Vogelarten wie Stieglitz, Kohlmeise, Blaumeise oder Buchfink. Janßen empfiehlt außerdem Johannisbeeren, Himbeeren oder Apfelbäume. „Die sind gut für Insekten.“

Insekten wie beispielsweise das Tagpfauenauge, der Distelfalter, die Erdhummel oder Steinhummel und viele andere tummeln sich auch gern auf den Blüten der Malve, Königskerze, Wiesenklee, Lavendel, Klatschmohn, Minze, Sonnenblume und der Taubnessel. „Aber nicht nur am Tag sind unsere Insekten unterwegs, des nachts bietet beispielsweise die Nachtkerze vielen Faltern Nahrung“, erklärt Buck.

Ebenso sind Gartenbesitzer beim Pflanzen von Hecken mit einheimischen Gehölzen gut beraten, wenn sie den kleinen Tieren Lebensraum bieten wollen - darunter Holunder, Pfaffenhütchen, Hundsrose, Weißdorn, Kornelkirsche oder Gemeiner Flieder, zählt Buck auf und nennt noch dazu den Gewöhnlichen Schneeball. Der blühe im Juni, habe gefüllte, aber offene Blüten. „Da kommen die Insekten bis an den Nektar“, erklärt sie. Grundsätzlich sei eine bunte Mischung gut, meint Janßen. Denn unter den Wildbienen beispielsweise gebe es viele Spezialisten. Das heißt: Die Tiere sind auf eine oder zwei Arten als Futterquelle eingespielt.

Wer neu Aussähen will, sollte erst einmal den Boden frei von anderen Pflanzen machen und ihn komplett umgraben. Gesät werden könne dann etwa von April bis Juni - „wenn es nicht zu trocken ist“, sagt Buck. Frische Samen müssten intensiv gewässert werden. Wildblumen und mehrjährige Stauden sollten bis ins nächste Frühjahr stehenbleiben. Ganzjahresvögel wie Meisen und Amseln suchen dies gerne auf, um nach Nahrung zu suchen. Unter den Hecken sollte man versteckt Strauch- und Baumschnitt aufschichten, rät Buck. „Das sind wertvolle Nahrungs- und Lebensräume für Insekten und andere Tiere, vielleicht sogar für einen Igel.“

Janßen selbst praktiziert diese Art zu gärtnern seit 1974, wie er sagt. Bei 150 verschiedenen Staudenarten im Garten habe er aufgehört zu zählen. Frisch gepflanzt hat auch der Weyher Naturschutzbund selbst auf einer etwa 20 Quadratmeter großen Demonstrationsfläche auf dem Naturerfahrungsgelände am Dietrich-Schütte-Haus des Vereins an der Straße Böttcherei - darunter Stauden und eine Blühwiesenmischung.

Enttäuscht aber werden wird wohl derjenige, der ein knallbuntes Blütenmeer mit etwa gelben, blauen und roten Blüten erwartet. „Das ist für das Auge schön, bringt den Insekten aber nichts“, sagt Buck - den Wildbienen insbesondere nicht. Denn in Deutschland gebe es elf Saat-Regionen, erklärt Janßen. Die Mischung müsse also in die Region passen. Jene Blütenmeere gebe es eher in Süddeutschland. Hier aber seien die Böden außerdem zu sauer dafür.

Ebenso kritisch sehen die Nabu-Mitglieder angelegte Blühwiesen, die vielerorts angelegt, aber im Herbst desselben Jahres schon wieder umgepflügt werden, wie es bei landwirtschaftlichen Flächen oft der Fall ist. „Das bringt für den Naturschutz gar nichts“, sagt Janßen und spricht dabei von „Augenwischerei“.


Beim Säen und Pflanzen berät der Nabu Weyhe und er vergibt außerdem Saatgut für Blühflächen in der Größe zwischen einem und zehn Quadratmetern. Buck und Janßen sind per E-Mail an ulrike_buck@hotmail.com und heiko-janssen@web.de zu erreichen. Außerdem sind Patenschaften für mehrjährige Pflanzen zu vergeben. Unter Einhaltung der Corona-Regeln lädt der Ortsverein zudem zu Spaziergängen und Führungen auf dem Naturschutzgelände (Böttcherei 115) ein. Die Termine werden auf der Internetseite unter www.nabu-weyhe.de unter der Rubrik Termine angekündigt.


Regionale Rundschau vom 04.04.2021

 

Leester Marsch

Acht Wasserbüffel sorgen für Landschaftspflege

Thomas Brugger vom Weyher Nabu schaut regelmäßig nach den Wasserbüffeln. (Michael Galian)

Ganz dicht drängen sich die mächtigen Tiere an die fast armdicken Gitterstangen. Sie alle wollen eine Streicheleinheit von Thomas Brugger erhaschen. Der Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Weyhe hat alle Hände voll zu tun, allen acht Wasserbüffeln ihre Krauleinheiten zukommen zu lassen. Als er damit fertig ist, verlieren die Tiere das Interesse und trotten über einen recht matschigen Pfad zurück auf ihre Weide, um an den wenigen Grashalmen zu knabbern, die den Winter überstanden haben.

Acht Wasserbüffel stehen das ganze Jahr über auf der etwa siebeneinhalb Hektar großen Fläche in der Leester Marsch. Zu Beginn des Beweidungsprojektes des Weyher Nabu im Jahr 2014 waren es noch vier Tiere: zwei Kühe, ein Bulle und ein männliches Kalb. Jetzt sind es sechs Kühe und zwei Ochsen. Und dabei soll es auch bleiben, denn ein Wasserbüffel benötigt bei einer Ganzjahresbeweidung etwa einen Hektar Platz, erläutert Thomas Brugger.

Der Nabu bekam die Tiere von einem Züchter aus Bremen-Grolland. „Diese Büffelart stammt aus Süd-Ost-Europa“, erzählt Brugger. Dort werden sie seit über 100 Jahren gezüchtet. Die Ahnen dieser Tiere kommen aus Asien. Auch in Europa hat es im oberen Rheinbereich vor 120.000 Jahren Wasserbüffel gegeben, weiß der Experte. Die seien aber längst ausgestorben. „Ich höre oft die Kritik, dass diese Tiere hier gar nicht heimisch sind“, sagt Brugger. Aber das sei kaum eine der Rinderrassen, die in Deutschland zu finden seien. Sie alle seien domestiziert. „Sie stammen vom Büffel, Wisent, Bison oder Gnu ab.“ Und auch die schwarz-bunten Rinder, die bis vor einiger Zeit das Bild auf deutschen Wiesen dominierten, kommen ursprünglich aus den USA. „Es gibt nur wenige alte Haustierrassen“, sagt Thomas Brugger. „Und die lohnen sich für die Landwirtschaft nicht mehr.“ Mittlerweile werde nur noch auf Fleisch- und Milchproduktion gezüchtet.

Die zotteligen Leester Wasserbüffel sollen weder das eine noch das andere liefern. Sie sind Naturschützer. „Sie kommen bestens mit dem nassen Boden hier zurecht“, weiß der Nabu-Vorsitzende. „Schwarz-bunte Rinder würden bei solchen Bedingungen Hufkrankheiten bekommen.“ Die Hufe der Wasserbüffel hingegen seien breiter und somit perfekt auf ebensolche Bedingungen abgestimmt – sie sinken nicht so schnell in den nassen Boden ein. Und nicht nur für die Rinder bietet die mit zwei Teichen ausgestattete Fläche optimale Voraussetzungen, auch viele Vogelarten fühlen sich hier wohl.

„Bestimmte Wiesenvogelarten mögen halbhohes Gras, wo sie alles überblicken können“, erläutert Brugger. Dass das Gras nicht höher wächst, dafür sorgen die Wasserbüffel, die das ganze Jahr über dagegen anfressen. Als Resultat haben sich Brutvogelarten wie Rebhühner, Kiebitze und Bekassine wieder in der Leester Marsch angesiedelt. „Die Büffel bieten den Vögeln Lebensraum und Schutz“, sagt Brugger. Im Winter kämen auch Gänse auf die Büffelweide. „Die rennen dann zwischen den Rindern umher. Da gibt es keinen Stress“, hat der Nabu-Experte beobachtet.

Nicht nur das Gras stutzen die Büffel auf eine angenehme Höhe, sie schützen die Vögel auch vor Füchsen und anderen Raubtieren. „Sie würden es sofort bemerken, wenn ein Räuber auf die Weide kommt.“ Der Dung der großen Tiere versorgt die Vögel zudem mit Nahrung. „In einem Kilo Kuhfladen befindet sich 20 Gramm Biomasse“, weiß der Nabu-Vorsitzende. „Jeder Büffelfladen wird von den Vögeln zerhackt, weil sie dort Insekten finden.“ Sogenannte Büffelbegleiter, etwa Stare, setzen sich direkt auf die Büffel und picken Parasiten aus dem Fell der großen Tiere. Schafstelzen sitzen hingegen unter den Tieren und warten, bis sie sich bewegen und damit Fliegen aufscheuchen, die von dieser Vogelart verzehrt werden.

Ein weiterer Vorteil der Ganzjahresbeweidung: Sie fördert die Pflanzenvielfalt. „Wenn das Gras bis in den Sommer hochwachsen kann, prägen sich nur bestimmte Sorten aus“, erklärt Thomas Brugger. Seien die Rinder das gesamte Jahr über auf der Weide, bieten sich bessere Bedingungen etwa für unterschiedliche Kleesorten. „Die Büffel fressen die Weide unterschiedlich stark ab“, hat Brugger außerdem beobachtet. „Dadurch entsteht eine Art Marmorierung.“ Das liege einfach daran, dass die Tiere an bestimmten Stellen lieber fressen. „So entwickeln sich für die Vegetation unterschiedliche Bereiche.“ Das wiederum sorge für Artenvielfalt bei Schmetterlingen. Und: „Man trifft Bienen und Hummeln zuhauf.“ Selbst die Fußabdrücke der Büffel bieten Lebensraum. „In den sogenannten Trittsiegeln sammelt sich Wasser“, erklärt Brugger. „Diese kleinen Pfützen wärmen sich schnell auf und bieten gute Bedingungen für Kaulquappen.“

Während der warmen Sommermonate verbringen die Büffel die meiste Zeit des Tages in den Teichen, die ihnen auf der Weide zur Verfügung stehen und die sie mit ihren mächtigen Hörnern immer wieder freischaufeln. „Dann gucken nur die Köpfe heraus“, erzählt Brugger. Das Wasser brauchen die Tiere zur Kühlung, da sie deutlich weniger Schweißdrüsen als andere Rinderarten haben. Die kühlere Zeit am Morgen und Abend nutzen sie zum Fressen.

Im Winter steht den Tieren ein frei zugänglicher Unterstand zur Verfügung, in dem sie Heu, Schutz vor Wind und eine warme Strohunterlage finden. „Ab Mai kommen sie zum Fressen aber nicht mehr rein“, sagt Brugger. Das Angebot auf der Weide nutzen die Tiere auch in den kalten Monaten. „Dann fressen sie das, was sie im Sommer stehengelassen haben, weil es ihnen nicht so gut schmeckt.“

Dieses Jahr mussten die Stalltüren allerdings zum ersten Mal geschlossen werden. Eine Woche lang mussten die Büffel zu ihrer eigenen Sicherheit im Stall verbringen. „Aufgrund der Kälte hatten sich auf der Weide Eisplatten gebildet“, erzählt Thomas Brugger. „Wären sie dort eingebrochen, hätten sie sich womöglich die Füße aufgeschnitten.“ Gleichzeitig sei auch die Wasserpumpe eingefroren gewesen: „Da musste ich jeden Tag 200 Liter Wasser herbringen.“

Die mit den Besuchen verbundenen Streicheleinheiten haben den Büffeln diese Zeit vielleicht etwas erträglicher gemacht, und beim Kraulen mögen die mächtigen Tiere auch ganz gemütlich wirken. Das täusche jedoch, warnt Thomas Brugger. Es gebe eine strenge Rangordnung – Chefin sei die Leitkuh. Sie entscheide, welcher Bulle in die Herde aufgenommen wird. „Der Rangniedrigste bekommt am meisten Prügel.“ Zudem seien die Büffel ziemlich schnell, so Brugger. Einen 20 Stundenkilometer schnellen Traktor hätten sie bereits ohne Probleme überholt. Auch ihre Jungen verteidigen die Büffel gegen Fressfeinde oder Fremde. „Da kann schnell mal die Brille kaputtgehen“, sagt Thomas Brugger mit einem Lachen. Ansonsten hätten die Tiere jedoch ein sehr freundliches Wesen, räumt er ein.

Zur Sache

Der Wasserbüffel stammt ursprünglich aus Asien und kann etwa 25 Jahre alt werden. Ausgewachsen sind die Tiere mit etwa zwei Jahren, geschlechtsreif bereits mit einem Jahr. Die Kühe tragen elf Monate und säugen etwa genauso lange. Eine Wasserbüffel-Kuh kann bis zu 700 Kilogramm schwer werden, ein Bulle sogar bis zu 1200 Kilogramm. Die Tiere in Leeste sind jedoch leichter, da sie weniger hochgezüchtet sind, wie der Weyher Naturschutzbund erklärt.


Regionale Rundschau vom 29.03.2021

 

Krötenwanderung im Landkreis Diepholz

Das große Quaken hat begonnen

Heiko und Dorle Janßen vom Nabu Weyhe helfen den Amphibien bei ihrer Wanderung. (Ina Ulbricht)

Landkreis Diepholz. Ein leises Quaken ist am Wegesrand der Böttcherei zu hören. Heiko und Dorle Janßen vom Naturschutzbund (Nabu) Weyhe streifen sich Handschuhe über, schnappen ihre Eimer und marschieren los. Das Wäldchen an der Böttcherei ist von einem niedrigen Zaun mit einigen Lücken umgeben. Aus den dort eingegrabenen Eimern kommt das Quaken - sie sind das Ziel von Heiko und Dorle Janßen. Beherzt greifen sie hinein und holen eine Handvoll Kröten hervor, die beim Versuch, die Straße zu überqueren, hier gelandet sind. Die beiden Nabu-Mitglieder bringen ihre Beute auf die andere Straßenseite und graben die Kröten locker unter etwas Laub ein. „Damit sie im Sonnenlicht nicht austrocknen oder von Fressfeinden gefunden werden“, erläutert Heiko Janßen. Am Abend wandern die Tiere dann weiter in die Gewässer des Böttchers Moor, um sich dort fortzupflanzen. Wie an der Böttcherei hat derzeit auch an vielen anderen Stellen im Landkreis Diepholz die diesjährige Krötenwanderung begonnen.

„Auf der anderen Seite des Moores haben wir auch jahrelang gesammelt“, erzählt Heiko Janßen weiter. Als im Jahr 2000 jedoch der Wald gepflanzt wurde, seien die Tiere dort immer weniger geworden. Die Kröten leben in dem Wäldchen, zum Laichen müssen sie allerdings ein Gewässer aufsuchen, und zwar das, in dem sie geboren sind. Das ist ihre genetische Programmierung. Dafür müssen sie in Weyhe und auch in vielen anderen Gegenden eine Straße überqueren. Damit sie dabei nicht von Autos überrollt werden, stellen die Naturschützer Zäune auf, graben Eimer ein und sammeln die Tiere morgens und abends ein, um sie sicher über die Straße zu bringen. Wichtig ist, dass die Tiere direkt auf der anderen Straßenseite abgesetzt werden. Bringen die Naturschützer sie zu weit in die eine oder andere Richtung, würden sie aufgrund ihrer eingeprägten Wege zurücklaufen.

Früher habe es in Weyhe mehrere Zäune gegeben, weiß das Ehepaar Janßen. Diese seien aber in Teilen nicht mehr nötig. „Im Weyher Bruch wurden Ausweichgewässer angelegt, sodass die Tiere nicht mehr über die Straße müssen“, so Dorle Janßen, die abwechselnd mit anderen Nabu-Mitgliedern seit etwa sechs Wochen täglich hierher kommt, um die Amphibien einzusammeln, die in den Eimern landen. „Es wird sich noch hinziehen, weil es zwischendurch immer wieder kalt wird“, sagt sie. Sobald die Temperaturen unter fünf Grad sinken, stellen die Kröten das Wandern ein.

An einem besonders warmen Tag vor zwei Wochen habe er 240 Kröten, 20 Frösche und vier Molche eingesammelt, erzählt Heiko Janßen. In den Wochen danach sei wegen des Temperatureinbruchs gar nichts gewesen. Nachgeschaut werde trotzdem jeden Tag.

Wenn die Tiere nach dem Laichen zurückwandern, brauchen sie keine Hilfe von den Naturschützern. „Sie wandern dann nicht so geballt und sind schneller“, erläutert Dorle Janßen. Dementsprechend ist auch der kleine Zaun gebogen, sodass die Kröten ohne Probleme zurück in ihren Wald klettern können. „Wir sammeln jedes Jahr ungefähr 2000 Tiere ein“, sagt Heiko Janßen. An diesem Tag sind es 56 Kröten.

So stark frequentiert ist der Verkehr am Krötenzaun in Stuhr bei Weitem nicht, weiß Stuhrer Nabu-Mitglied Heiner Segelken zu berichten. „Bisher hatten wir nur einen Grasfrosch“, sagt er. In guten Zeiten seien es 130 Kröten in einer Saison gewesen, vergangenes Jahr waren es 35. Gesammelt werde auf dem rund zehn Meter langem Abschnitt an der Stuhrer Landstraße auf Höhe des Rückhaltebeckens auch erst seit vergangener Woche. „Die Erdkröten werden erst nächste Woche kommen“, sagt der Naturschützer. „Dass in Weyhe jetzt schon so viele Tiere wandern, liegt wohl an dem tollen Biotop dort“, vermutet er. Generell sei die Population laut Sengelken deutlich zurückgegangen. „Das liegt an den trockenen Sommern, dem intensiven Ackerbau und den totgepflegten Gärten“, sagt er.

Früher habe es in Stuhr zwei weitere Zäune, jeweils einen in Heiligenrode und in Fahrenhorst, gegeben. In Heiligenrode habe die Gemeinde den Zaun irgendwann abgebaut, da die Population so stark zurückgegangen sei, dass es sich nicht mehr gelohnt habe. In Fahrenhorst sei der Zaun jedoch vor etwa drei Jahren von Fremden abgerissen worden, erzählt Segelken. „Die Leute wollen die Kröten in ihren Privatteichen nicht haben“, mutmaßt er. Teilweise seien die Teiche dort auch trockengelegt worden. „In diesen Gebieten sammeln wir die Kröten jetzt so von der Straße und versuchen sie in einem nahegelegenen Moor anzusiedeln“, sagt Segelken.

Auch der Nabu Syke und Umland hat nur einen Krötenzaun, berichtet der Vorsitzende Heinfried Köster. „An der ehemaligen Sandkuhle in Okel.“ Dort landen neben Kröten auch regelmäßig Grasfrösche und Knoblauchkröten in den Eimern. Ab und zu finden die Naturschützer auch mal einen Molch. „Den Zaun gibt es seit fünf Jahren“, so Köster. „Es gibt zwar noch weitere Querungsstrecken, aber die können leider nicht betreut werden, da wir nicht genug Leute sind“, erklärt er.

Dieses Jahr habe der Nabu die Begrenzung in Okel Ende Februar aufgestellt. Auch hier werden die Eimer zwei Mal täglich von den Naturschützern kontrolliert. Das Ergebnis werde der Naturschutzbehörde mitgeteilt, sagt der Nabu-Vorsitzende. Die Bedingungen seien hier für die Tiere besonders gut, da es einen See und mehrere flache Gewässer als Laichgebiete gebe. „Insgesamt sammeln wir etwa 500 Exemplare pro Jahr ein“, berichtet Köster.

Auch er sieht die Trockenheit als problematisch. „Dieses Jahr können wir uns aber nicht beklagen“, meint er. Trotzdem seien die Defizite aus den vergangenen beiden Jahren noch zu spüren. Viele sehr flache Gewässer seien deswegen ausgetrocknet. „Bei uns hat es allerdings keinen Rückgang bei den Zahlen der Tiere gegeben“, sagt er. Das liege vor allem am Gelände, wo die Gewässer zwar niedrig stünden, aber eben nicht ausgetrocknet seien.




Samstag 20.3.2021  10-13 Uhr
 
Wir haben wir mit 9 NABU-Sammlern und einer Imkerin unfassbare Mengen Unrat gesammelt, die wir nicht wie ursprünglich geplant zum Bauhof bringen konnten, denn es wären mehrere PKW Ladungen voll geworden. Die Gemeinde wird die Abholung jetzt organisieren.
 
Es waren nicht die großen Teile, wie das eingewachsene Tau, die diversen Grills, Roste und sonstigen scharfkantigen verrosteten Metallteile, die uns herausgefordert haben, auch nicht die 82 Flaschen, die wir anschließend zum Glascontainer gebracht haben, und auch nicht die dornenreichen Weißdornbüsche, unter denen viele Teile "versteckt" wurden. Es waren die Massen an kleinsten Teilen, wie Kippen und noch viel kleineren Kunstoffstücken, die mit den Greifern kaum festzuhalten waren, und aus dem Umwelt-Spaziergang einen Kriechgang gemacht haben.

Bildautor: B.Daneke


Sonntagstip vom 20.02.2021


Regionale Rundschau vom 17.02.2021
Arbeitsgruppe will sich treffen

Die nächste Runde für Weyher Gewässer

Aus 230 Metern geradem Flusslauf der Hache hat der Weyher Nabu in 2017 einen 380 Meter langen mäandrierenden, also schlängelnden, Abschnitt hergestellt. Das kommt unter anderem Laichhabitaten zugute. (Vasil Dinev)

 

Weyhe. Geringer Niederschlag, hohe Verdunstung, noch dazu Grundwasserentnahmen: „2019 war das krasseste Jahr“, sagt Thomas Brugger, Chef der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). Da fiel erstmals der Hombach trocken, auch den Mühlenbach hatte es kurzzeitig getroffen, ebenso die Hache. Für die hatte sich der Nabu bereits engagiert im Zuge der Renaturierung eines Teilstücks. Seit der Gründung im Mai vergangenen Jahres ist Brugger auch Teil der Arbeitsgruppe (AG) Gewässererhaltung, die sich eben jene auf die Fahne geschrieben hat. Dort sitzt er in einer Reihe mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wasserwirtschaft. Coronabedingt ausgebremst will die AG in Kürze ihre Arbeit fortsetzen.

Damit blieb es zunächst bei einer ersten Kennenlernrunde der Akteure, wie Brugger sagt, doch ein nächstes Treffen ist bereits in Vorbereitung, sagt Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereichs für Gemeindeentwicklung und Umwelt bei der Weyher Verwaltung. Nicht nur den Zeitpunkt betreffend – es ist voraussichtlich für April/Mai im Online-Format angesetzt – sondern auch inhaltlich.

Für weitere Gespräche zur Erhaltung der Weyher Gewässer braucht es Daten. Die hat, so Nadrowski, die Verwaltung inzwischen abgefragt. Beispielsweise Daten darüber, wie viel Grundwasser an verschiedenen Brunnenstandorten entnommen wird. „Im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens für mehrere Gewässer, insbesondere großes und kleines Moor, Hache und Lahauser Moor, sind die Harzwasserwerke verpflichtet“, diese an die Untere Wasserbehörde zu liefern, sagt der Fachbereichsleiter.

Dazu habe die Verwaltung das Monitoring an gemeindeeigenen Gewässern ausgewertet. Dabei gehe es eben um jene Entnahmen aber auch die Grundwasserentwicklung. „Darüber hinaus hat die Untere Wasserbehörde im Jahr 2020 ein ökologisches Gutachten zum Zustand der beobachteten Biotope angefordert“ – wegen extremer Witterungsverhältnisse mit großer Trockenheit.

Insbesondere auf die Wasserentnahme durch die Harzwasserwerke fällt der Fokus immer wieder. Sie ist für Brugger „ein gravierender Punkt, den ich kritisiere“, sagt er. Insbesondere der Hombach und die beiden Moore seien da Sorgenkinder. Denn sie sind auch grundwassergespeist, der Bach teilweise.

Damit sind solche Gewässer insbesondere davon bedroht, trocken zu fallen, sagt Nadrowski, auch dann, wenn sie im Einzugsbereich von Brunnen liegen. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der die Weyher Gewässer negativ beeinflusst. „Darüber hinaus gibt es jedoch zahlreiche weitere Faktoren, die die Gewässer beeinflussen: Dies sind zum Beispiel geringer Niederschlag, hohe Verdunstungsraten, Vegetation, Einleitung von Regenwasser und so weiter“, sagt Nadrowski.

Sein Ansatz für eine Lösung: „Zusätzlich zum langfristigen Umsteuern im Bereich des Klimaschutzes und des Trinkwassers müssen weitere Ansätze gefunden werden, mit denen auch kurzfristig etwas erreicht werden kann.“ Wie die Untersuchungen der vergangenen Monate ergeben hätten, bestehe dabei aber ein „grundsätzlicher Konflikt, der zunächst ausgeräumt werden muss: Das Gesetz schreibt die dezentrale Versickerung von Regenwasser vor, für die Gewässerökologie wäre aber eine kontinuierliche gedrosselte Einleitung besser“, sagt Nadrowski und erhofft sich von der Expertenrunde, „diese rechtlichen und technischen Fragen gemeinsam anzugehen“.

Thomas Brugger hofft auf eine finanzielle Beteiligung der Harzwasserwerke, um konkrete Dinge umzusetzen, die Nadrowski zufolge grundsätzlich innerhalb der Arbeitsgruppe entwickelt werden sollen. „Grundsätzlich geht die Gemeinde davon aus, dass es auch zu entsprechenden Kostenteilungen kommen wird“, sagt er über bevorstehende Vorhaben.


Regionale Rundschau vom 02.02.2021
Fledermausprojekt des Weyher Nabu

Nächtlichen Jägern auf der Spur

Maike Plaggenborg 

Mit Mikrofon und Rekorder, die er über Nacht draußen platziert, kann Alfred Schulte die Rufe von Fledermäusen aufzeichnen. (Michael Galian)

Alfred Schulte ist eine Art Jäger. Ein Tonjäger. In der einen Hand hält er eine Stange, an dessen Ende ein 90-Grad-Knick abgeht: Eine Tonangel. In der anderen hält er einen Kasten, der optisch an einen Fünf-Liter-Benzinkanister erinnert, aber ein Rekorder ist. Mit einem weiteren Gerät, das aussieht, wie ein Smartphone, aber keines ist, fängt er ebenfalls Laute ein. Es sind die von Fledermäusen. Für die Tiere und ihre nächtlichen Rufe ist Schulte der Experte in der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu).

Viel Zeit verwendet der Weyher auf das Ausfindigmachen der Tiere im Gemeindegebiet, seit er Ende 2018 in den Ruhestand gegangen ist. „Zu viel“, wie Schultes Ehefrau manchmal sage. Seine Einsätze sind saisonabhängig. Ab April oder Mai ist er meist an zwei bis drei Abenden in der Natur unterwegs, „manchmal jeden Abend“, aber nicht den ganzen Abend, erzählt er. Dann stellt er den Rekorder auf und auch die Tonangel. Beides bleibt über Nacht draußen und soll aufzeichnen, was die Tiere von sich geben.

Und das ist eine ganze Menge, wie Schulte sagt. Menschen meinten immer, die Nacht sei ruhig. „Aber das ist sie nicht. Es ist höllenlaut. Wir können es nur nicht hören.“ Die Geräusche der Fledermäuse würden sich für Menschen anhören wie Düsenflugzeuge. Nur dafür müssten die Laute in menschlich hörbare Frequenzen übertragen werden. Sind die Rufe der Tiere eingefangen, geht es an den Computer, wo er etwa eine halbe Stunde investiert, um die Töne auszuwerten. Alles in allem, sagt Schulte, nimmt sein ehrenamtliches Engagement „eine ganze Reihe von Stunden in Anspruch“, aber er mache es ja freiwillig. Die Zeit könne er sich selbst einteilen und schließlich lasse sich der Fledermaus-Job „nicht mit fünf Minuten am Tag machen“.

 

Sieht aus wie ein Handy, ist aber ein Fledermaus-Detektor. (Galian)

Das ganze Geräusche-Thema ist eines, mit dem sich der Rentner bestens auskennt. Schulte hatte beruflich mit Sonar zu tun, also mit der Ortung von Gegenständen mithilfe von Schallimpulsen. Bis Ende 2018 hat der Weyher für diese Tätigkeit in Australien gelebt und mit Wasser-Akustik zu tun gehabt, die beispielsweise auch bei Fischfindern zum Einsatz kommt. Für zwei oder drei Jahre hatte Schulte seinen Aufenthalt auf dem Kontinent auf der Südhalbkugel geplant. Letztlich wurden zehn daraus. Als er zurückkam, habe er sich umgeschaut, was er machen könne, etwas mit Natur sollte es sein. Dann stieß er auf den Nabu, das Eulenprojekt dort und die Fledermäuse. Seitdem hat er seinen Beruf zum Hobby gemacht.

Das Aufnehmen und Orten von Geräuschen im Wasser oder in der Luft ist ähnlich, erklärt er. Nur geht es dabei um unterschiedliche Frequenzbereiche. Die Rufe würden die Fledermäuse aus drei Gründen abgeben. Zunächst handelt es sich Schulte zufolge um Ortungsrufe, um Beute zu machen – das als Haupteinsatzgebiet. Die Tiere jagen nach Insekten, die wie sie selbst nachtaktiv sind. Die Geräusche strahlen Echos zurück. Zweitens dienen sie zur Navigation. Durch ihre Laute können die Fledermäuse beispielsweise unregelmäßige Strukturen ausmachen – Eingänge zum Unterschlupf beispielsweise. „Fledermäuse haben zwar Augen, aber sie können nicht besonders gut sehen“, sagt Schulte. Allerdings reagieren sie auf Licht und das stellt für sie eine Bedrohung dar. Die zunehmende Lichtverschmutzung, also des nachts durchgehend beleuchtete Areale, sind für die Nachtjäger ein Problem, weil sie dann von Eulen sofort erkennbar sind. Drittens dienen die Laute der Kommunikation untereinander. Beispielsweise stoßen sie sogenannte Sozialrufe zur Partnersuche aus, so Schulte.

Acht Bunker bereits aufbereitet

Ziel für den Nabu ist es, festzustellen, wie viele Fledermäuse es in Weyhe gibt, noch dazu, um welche Arten es sich handelt. Damit sie dort heimisch werden, hat der Verein vor zwei Jahren ein Projekt gestartet, indem sie einige der Weltkriegsbunker im Ort als Winterschlafquartier hergerichtet haben. Acht Stück hat der Verein inzwischen aufbereitet, wie der Zweite Vorsitzende Bernd Daneke mitteilt. Heißt: Die kompakten Betonbauten bekamen ausreichend große Zugänge für die zarten Flieger, wurden mit Steinen und Tonröhren als Verstecke ausgestattet und die Naturschützer sorgen außerdem für genug Feuchtigkeit in den dicken Gemäuern, denn die dünnen Flughäute der Fledermäuse trocknen schnell aus, erklärt Schulte. Rekorder und Mikrofone übrigens hat der Verein mit Geld der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung anschaffen können. Damit konnte bisher als einzige Art das Braune Langohr identifiziert werden, so Daneke. Im Sommer habe der Verein noch dazu eine Wochenstube ausmachen können.

Im ersten Projektjahr konnte der Nabu in drei Bunkern vier Tiere feststellen, sagt Schulte, im vergangenen Jahr waren es bereits acht Tiere, die in vier Bunkern überwinterten. Die Bilanz für das laufende Jahr steht noch bevor. Die Chancen stehen gut, dass es noch mehr werden, denn der Verein hat von Eigentümern von etwa 30 Bunkern Genehmigungen erhalten, diese für die Fledermäuse aufzubereiten. Zusätzlich sollen künstliche Kästen für die Tiere aufgestellt werden, auf dass sich viele weitere Arten in Weyhe niederlassen – nicht nur im Winter.

 

Zur Sache

Langschläfer im Winter

Die Hälfte ihres Lebens etwa verschlafen Fledermäuse. Ihr Winterschlaf dauert nach Angaben des Naturschutzbundes von Anfang November bis Ende März. Der Grund dafür sind Insekten, von denen sich die Fledermäuse ernähren – im Winter Mangelware. Um schlafend gut durchzukommen, senken sie ihre Körpertemperatur auf fünf bis drei Grad Celsius herab und verlangsamen dafür Herzschlag und Atmung um das bis zu 40-fache. Weltweit gibt es etwa 1200 Fledermausarten, in Deutschland sind es 25. Sie haben laut Nabu kaum natürliche Feinde, aber "kämpfen mit den negativen Folgen einer intensiven Land- und Forstwirtschaft sowie der Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Menschen“.


Regionale Rundschau vom 09.01.2021

 

 

Schafherde des Weyher Nabu

Mit Uschi und Shorty auf Abwegen

Maike Plaggenborg 08.01.2021

Das ganze Jahr über leben Uschi, Shorty, Kalle, Hamlet, Anna, Berta und Sarah auf den Weiden nahe der Naturschutzstation des Weyher Nabu. Im Winter oder auch sehr trockenen Sommer wird Heu zugefüttert.

(Vasil Dinev)

Weyhe-Leeste. Sie sind sieben, sie grasen in der vierten Generation und sie haben reichlich Platz in Leeste, seit Kurzem sogar noch mehr. Uschi, Shorty, Kalle, Hamlet, Anna, Berta und Sarah leben im Sommer wie Winter rund um die Naturschutzstation der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). Der Verein kümmert sich auf Flächen der Gemeinde um die eigenen Schafe. Für die kleine Herde gibt es nun aber noch mehr Platz. Ein Nachbar hat seine Weide zusätzlich zur Verfügung gestellt. Neu ist auch der Schutz vor dem Wolf.

Ordentlich abgegrast ist die Fläche neben der Naturschutzstation an der Böttcherei aktuell. Auf der Streuobstwiese mit mehr als 40 Bäumen haben die sieben tierischen Landschaftspfleger bereits ganze Arbeit geleistet – im Auftrag der Artenvielfalt. Durch die extensive Beweidung werde die beste Nutzung erreicht, sagt Manfred Böcker vom Nabu-Schäferteam, denn das Pflanzenwachstum ist unterschiedlich. Würde man das Areal als Mähwiese unterhalten, würden die großen Pflanzen die kleinen unterdrücken. Nach einer gewissen Zeit käme dann der harte Schnitt: Alles auf kurz. Würde man nichts machen, würde die Fläche verbuschen. „Wald ist das Endstadium“, sagt Böcker.

Und der Wald ist an dieser Stelle nicht gewollt, sondern eine Wiese mit Kräutern und Pflanzenvielfalt überhaupt, die Lebensraum für Insekten ist. Im Sommer gibt es dadurch auch mehr Vogelarten, ergänzt Ulrike Buck, ebenfalls im Schäferteam. „Es hängt alles zusammen“, sagt sie. Lediglich die Brennnessel rühren die Schafe nicht an, aber nur solange sie nicht gemäht ist. Das übernehmen die vier Nabu-Schäfer. Das Kraut, so Böcker, verliert dadurch seine brennende Wirkung und wandert damit auf den Speiseplan der Schafe.

Der erstreckt sich über eine zweite Weide nahe der Nabu-Naturschutzstation, wo die Tiere – es sind schwarzköpfige Fleischschafe mit inzwischen einem Einschlag vom Bentheimer Landschaf – außerdem einen Unterstand haben und auch eine Futterstelle. Denn im Winter wird Heu zugefüttert, auch etwas Kraftfutter zur Unterstützung, so Buck. Manchmal aber auch im Sommer, wie etwa in 2019, das ein sehr trockenes und damit futterarmes Jahr gewesen sei. Deshalb gab es kürzlich Hilfe. Noch mehr Platz und damit Futter haben die Schafe seit vergangenem Oktober. Anwohner und Nabu-Mitglied Thomas Meyer stellte eine, so Buck, Fläche zur Verfügung, um einen Beitrag zur Schafhaltung zu leisten. Der Weg dorthin führt durch einen kleines Wäldchen über einen Treibgang.

Mit zwei Lämmern angefangen

Das Nabu-Gelände an der Böttcherei ist laut dem Umweltbeauftragten der Gemeinde, Ulf Panten, seit 2007 Vereins-Standort mit angrenzender Obstwiese. Die Fläche beträgt etwa 5000 Quadratmeter. Die südlich liegende Außenweide, die etwa 100 Meter entfernt liegt und seit 2014 auch als Schafweide genutzt wird, ist etwa 3200 Quadratmeter groß. Auf 14.000 Quadratmetern kümmert sich der Verein außerdem an der Hache um die Renaturierung des Bachlaufs und hält auf einer weiteren Fläche mit einem Tümpel auf 24.000 Quadratmetern in der Leester Marsch Wasserbüffel. Die Betreuung dieser Projekte sowie die Unterhaltung der Flächen, die auch Ausgleichsflächen für Bautätigkeiten andernorts im Gemeindegebiet sind, übernimmt die Weyher Nabu-Gruppe, soweit erforderlich, so Panten weiter.

Mit der Schafhaltung angefangen hatten die ehrenamtlichen Naturschützer 2012. Da hatte der Weyher Verein die ersten beiden Lämmer gekauft: Uschi und Shorty, die demzufolge die ältesten in der Herde sind. Ein paar Tiere sind auch mal geschlachtet worden, berichtet Böcker. Aber „das gab Ärger innerhalb des Nabu“. Hintergrund der Schlachtung war, neue Lämmer über einen Deckbock in die Herde zu bringen und seinerzeit reichte der Platz dafür noch nicht aus. Die Lämmer kommen ganz besonders bei Kindern gut an und die Schafe seien überhaupt „ein Besuchermagnet“, sagt Buck. „Die Kinder sind hingerissen von den Tieren. Wir haben gemerkt, wie wichtig das ist.“ Seit drei Jahren habe der Nabu eine Kooperation mit der Grundschule Leeste. Bei Projekttagen, die Teil des Unterrichts sind, erfahren die Kinder etwas über Tierhaltung und darüber, „wie Schafe ticken“ – streicheln und füttern inklusive. Auch hier ist eine ganz bestimmte wieder vorne mit dabei: „Unser Schaf Uschi hat sich als Star erwiesen.“ Sie folgt den Kindern und lässt sich bereitwillig anfassen.

Nicht gedacht sind die Gehege für Besucher, die unvermittelt des Weges kommen. Erst kürzlich entdeckte das Schäferteam am Gatter eine Tüte voll mit altem Brot, das allerdings teilweise verschimmelt war. Es gebe eine große Verunsicherung, wie man mit den Tieren umgeht, sagt Böcker. Auch wenn es gut gemeint ist, ist das nicht im Sinne des Vereins, der sich täglich um die Schafe kümmert. „Man ist verpflichtet, täglich nachzuschauen“, sagt Buck. Dann müsse geschaut werden, ob es den Tieren gut geht und ob genügend frisches Wasser da ist, die Zäune müssten kontrolliert werden und sich gegebenenfalls um besagte Fütterung gekümmert werden.

Zu den eingrenzenden Zäunen hat der Weyher Nabu zusätzlich mit Strom versetzte Zäune aufgestellt. Sie sollen die Tiere vor Angriffen durch Wölfe schützen, denn diese wittern den Strom. Seit vier Wochen gibt es ein neues Weidezaungerät, eines, das mobil ist und damit auch an anderer Stelle eingesetzt werden kann. Für die Ausstattung hat der Verein 3000 Euro von der Landwirtschaftskammer bekommen. Ein Wolfsrudel aber, so Böcker, sei vor Ort bisher nicht bekannt.

Für eine mögliche Erweiterung hat zusätzlich zum Nachbarn ein weiterer Anwohner eine Fläche für die Tierhaltung angeboten. Ob es demnächst also wieder Lämmer geben wird? Die Schafhaltung ist ein Projekt, das nicht auf Zeit angelegt ist, sondern langfristig bindet, sagt Böcker. Und dafür müssten Freiwillige gefunden werden.


NABU Weyhe unterstützt Storchennestumzug

Bildautor: NABU

Der NABU Weyhe hat Rolf Warneke beim Umsetzen seines Storchennests unterstützt. 
 
Da die Pappel abgängig ist, auf der das Nest die ersten Jahre angebracht war, mußte eine Lösung gefunden werden, bei der wir gerne unterstützt haben, denn schließlich ist der Weißstorch der Wappenvogel des NABU. Am Nest wurde nichts verändert und es ist in unmittelbarer Nähe des bisherigen Standortes geblieben. Jetzt hoffen wir auf die Rückkehr und Bruterfolg im einzigen Kirchweyher Weißstorchnest.
https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/weyhe-ort54198/ein-storchennest-zieht-um-90108374.html