Sonntagstip vom 20.02.2021


Regionale Rundschau vom 17.02.2021
Arbeitsgruppe will sich treffen

Die nächste Runde für Weyher Gewässer

Aus 230 Metern geradem Flusslauf der Hache hat der Weyher Nabu in 2017 einen 380 Meter langen mäandrierenden, also schlängelnden, Abschnitt hergestellt. Das kommt unter anderem Laichhabitaten zugute. (Vasil Dinev)

 

Weyhe. Geringer Niederschlag, hohe Verdunstung, noch dazu Grundwasserentnahmen: „2019 war das krasseste Jahr“, sagt Thomas Brugger, Chef der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). Da fiel erstmals der Hombach trocken, auch den Mühlenbach hatte es kurzzeitig getroffen, ebenso die Hache. Für die hatte sich der Nabu bereits engagiert im Zuge der Renaturierung eines Teilstücks. Seit der Gründung im Mai vergangenen Jahres ist Brugger auch Teil der Arbeitsgruppe (AG) Gewässererhaltung, die sich eben jene auf die Fahne geschrieben hat. Dort sitzt er in einer Reihe mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wasserwirtschaft. Coronabedingt ausgebremst will die AG in Kürze ihre Arbeit fortsetzen.

Damit blieb es zunächst bei einer ersten Kennenlernrunde der Akteure, wie Brugger sagt, doch ein nächstes Treffen ist bereits in Vorbereitung, sagt Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereichs für Gemeindeentwicklung und Umwelt bei der Weyher Verwaltung. Nicht nur den Zeitpunkt betreffend – es ist voraussichtlich für April/Mai im Online-Format angesetzt – sondern auch inhaltlich.

Für weitere Gespräche zur Erhaltung der Weyher Gewässer braucht es Daten. Die hat, so Nadrowski, die Verwaltung inzwischen abgefragt. Beispielsweise Daten darüber, wie viel Grundwasser an verschiedenen Brunnenstandorten entnommen wird. „Im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens für mehrere Gewässer, insbesondere großes und kleines Moor, Hache und Lahauser Moor, sind die Harzwasserwerke verpflichtet“, diese an die Untere Wasserbehörde zu liefern, sagt der Fachbereichsleiter.

Dazu habe die Verwaltung das Monitoring an gemeindeeigenen Gewässern ausgewertet. Dabei gehe es eben um jene Entnahmen aber auch die Grundwasserentwicklung. „Darüber hinaus hat die Untere Wasserbehörde im Jahr 2020 ein ökologisches Gutachten zum Zustand der beobachteten Biotope angefordert“ – wegen extremer Witterungsverhältnisse mit großer Trockenheit.

Insbesondere auf die Wasserentnahme durch die Harzwasserwerke fällt der Fokus immer wieder. Sie ist für Brugger „ein gravierender Punkt, den ich kritisiere“, sagt er. Insbesondere der Hombach und die beiden Moore seien da Sorgenkinder. Denn sie sind auch grundwassergespeist, der Bach teilweise.

Damit sind solche Gewässer insbesondere davon bedroht, trocken zu fallen, sagt Nadrowski, auch dann, wenn sie im Einzugsbereich von Brunnen liegen. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der die Weyher Gewässer negativ beeinflusst. „Darüber hinaus gibt es jedoch zahlreiche weitere Faktoren, die die Gewässer beeinflussen: Dies sind zum Beispiel geringer Niederschlag, hohe Verdunstungsraten, Vegetation, Einleitung von Regenwasser und so weiter“, sagt Nadrowski.

Sein Ansatz für eine Lösung: „Zusätzlich zum langfristigen Umsteuern im Bereich des Klimaschutzes und des Trinkwassers müssen weitere Ansätze gefunden werden, mit denen auch kurzfristig etwas erreicht werden kann.“ Wie die Untersuchungen der vergangenen Monate ergeben hätten, bestehe dabei aber ein „grundsätzlicher Konflikt, der zunächst ausgeräumt werden muss: Das Gesetz schreibt die dezentrale Versickerung von Regenwasser vor, für die Gewässerökologie wäre aber eine kontinuierliche gedrosselte Einleitung besser“, sagt Nadrowski und erhofft sich von der Expertenrunde, „diese rechtlichen und technischen Fragen gemeinsam anzugehen“.

Thomas Brugger hofft auf eine finanzielle Beteiligung der Harzwasserwerke, um konkrete Dinge umzusetzen, die Nadrowski zufolge grundsätzlich innerhalb der Arbeitsgruppe entwickelt werden sollen. „Grundsätzlich geht die Gemeinde davon aus, dass es auch zu entsprechenden Kostenteilungen kommen wird“, sagt er über bevorstehende Vorhaben.


Regionale Rundschau vom 02.02.2021
Fledermausprojekt des Weyher Nabu

Nächtlichen Jägern auf der Spur

Maike Plaggenborg 

Mit Mikrofon und Rekorder, die er über Nacht draußen platziert, kann Alfred Schulte die Rufe von Fledermäusen aufzeichnen. (Michael Galian)

Alfred Schulte ist eine Art Jäger. Ein Tonjäger. In der einen Hand hält er eine Stange, an dessen Ende ein 90-Grad-Knick abgeht: Eine Tonangel. In der anderen hält er einen Kasten, der optisch an einen Fünf-Liter-Benzinkanister erinnert, aber ein Rekorder ist. Mit einem weiteren Gerät, das aussieht, wie ein Smartphone, aber keines ist, fängt er ebenfalls Laute ein. Es sind die von Fledermäusen. Für die Tiere und ihre nächtlichen Rufe ist Schulte der Experte in der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu).

Viel Zeit verwendet der Weyher auf das Ausfindigmachen der Tiere im Gemeindegebiet, seit er Ende 2018 in den Ruhestand gegangen ist. „Zu viel“, wie Schultes Ehefrau manchmal sage. Seine Einsätze sind saisonabhängig. Ab April oder Mai ist er meist an zwei bis drei Abenden in der Natur unterwegs, „manchmal jeden Abend“, aber nicht den ganzen Abend, erzählt er. Dann stellt er den Rekorder auf und auch die Tonangel. Beides bleibt über Nacht draußen und soll aufzeichnen, was die Tiere von sich geben.

Und das ist eine ganze Menge, wie Schulte sagt. Menschen meinten immer, die Nacht sei ruhig. „Aber das ist sie nicht. Es ist höllenlaut. Wir können es nur nicht hören.“ Die Geräusche der Fledermäuse würden sich für Menschen anhören wie Düsenflugzeuge. Nur dafür müssten die Laute in menschlich hörbare Frequenzen übertragen werden. Sind die Rufe der Tiere eingefangen, geht es an den Computer, wo er etwa eine halbe Stunde investiert, um die Töne auszuwerten. Alles in allem, sagt Schulte, nimmt sein ehrenamtliches Engagement „eine ganze Reihe von Stunden in Anspruch“, aber er mache es ja freiwillig. Die Zeit könne er sich selbst einteilen und schließlich lasse sich der Fledermaus-Job „nicht mit fünf Minuten am Tag machen“.

 

Sieht aus wie ein Handy, ist aber ein Fledermaus-Detektor. (Galian)

Das ganze Geräusche-Thema ist eines, mit dem sich der Rentner bestens auskennt. Schulte hatte beruflich mit Sonar zu tun, also mit der Ortung von Gegenständen mithilfe von Schallimpulsen. Bis Ende 2018 hat der Weyher für diese Tätigkeit in Australien gelebt und mit Wasser-Akustik zu tun gehabt, die beispielsweise auch bei Fischfindern zum Einsatz kommt. Für zwei oder drei Jahre hatte Schulte seinen Aufenthalt auf dem Kontinent auf der Südhalbkugel geplant. Letztlich wurden zehn daraus. Als er zurückkam, habe er sich umgeschaut, was er machen könne, etwas mit Natur sollte es sein. Dann stieß er auf den Nabu, das Eulenprojekt dort und die Fledermäuse. Seitdem hat er seinen Beruf zum Hobby gemacht.

Das Aufnehmen und Orten von Geräuschen im Wasser oder in der Luft ist ähnlich, erklärt er. Nur geht es dabei um unterschiedliche Frequenzbereiche. Die Rufe würden die Fledermäuse aus drei Gründen abgeben. Zunächst handelt es sich Schulte zufolge um Ortungsrufe, um Beute zu machen – das als Haupteinsatzgebiet. Die Tiere jagen nach Insekten, die wie sie selbst nachtaktiv sind. Die Geräusche strahlen Echos zurück. Zweitens dienen sie zur Navigation. Durch ihre Laute können die Fledermäuse beispielsweise unregelmäßige Strukturen ausmachen – Eingänge zum Unterschlupf beispielsweise. „Fledermäuse haben zwar Augen, aber sie können nicht besonders gut sehen“, sagt Schulte. Allerdings reagieren sie auf Licht und das stellt für sie eine Bedrohung dar. Die zunehmende Lichtverschmutzung, also des nachts durchgehend beleuchtete Areale, sind für die Nachtjäger ein Problem, weil sie dann von Eulen sofort erkennbar sind. Drittens dienen die Laute der Kommunikation untereinander. Beispielsweise stoßen sie sogenannte Sozialrufe zur Partnersuche aus, so Schulte.

Acht Bunker bereits aufbereitet

Ziel für den Nabu ist es, festzustellen, wie viele Fledermäuse es in Weyhe gibt, noch dazu, um welche Arten es sich handelt. Damit sie dort heimisch werden, hat der Verein vor zwei Jahren ein Projekt gestartet, indem sie einige der Weltkriegsbunker im Ort als Winterschlafquartier hergerichtet haben. Acht Stück hat der Verein inzwischen aufbereitet, wie der Zweite Vorsitzende Bernd Daneke mitteilt. Heißt: Die kompakten Betonbauten bekamen ausreichend große Zugänge für die zarten Flieger, wurden mit Steinen und Tonröhren als Verstecke ausgestattet und die Naturschützer sorgen außerdem für genug Feuchtigkeit in den dicken Gemäuern, denn die dünnen Flughäute der Fledermäuse trocknen schnell aus, erklärt Schulte. Rekorder und Mikrofone übrigens hat der Verein mit Geld der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung anschaffen können. Damit konnte bisher als einzige Art das Braune Langohr identifiziert werden, so Daneke. Im Sommer habe der Verein noch dazu eine Wochenstube ausmachen können.

Im ersten Projektjahr konnte der Nabu in drei Bunkern vier Tiere feststellen, sagt Schulte, im vergangenen Jahr waren es bereits acht Tiere, die in vier Bunkern überwinterten. Die Bilanz für das laufende Jahr steht noch bevor. Die Chancen stehen gut, dass es noch mehr werden, denn der Verein hat von Eigentümern von etwa 30 Bunkern Genehmigungen erhalten, diese für die Fledermäuse aufzubereiten. Zusätzlich sollen künstliche Kästen für die Tiere aufgestellt werden, auf dass sich viele weitere Arten in Weyhe niederlassen – nicht nur im Winter.

 

Zur Sache

Langschläfer im Winter

Die Hälfte ihres Lebens etwa verschlafen Fledermäuse. Ihr Winterschlaf dauert nach Angaben des Naturschutzbundes von Anfang November bis Ende März. Der Grund dafür sind Insekten, von denen sich die Fledermäuse ernähren – im Winter Mangelware. Um schlafend gut durchzukommen, senken sie ihre Körpertemperatur auf fünf bis drei Grad Celsius herab und verlangsamen dafür Herzschlag und Atmung um das bis zu 40-fache. Weltweit gibt es etwa 1200 Fledermausarten, in Deutschland sind es 25. Sie haben laut Nabu kaum natürliche Feinde, aber "kämpfen mit den negativen Folgen einer intensiven Land- und Forstwirtschaft sowie der Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Menschen“.


Regionale Rundschau vom 09.01.2021

 

 

Schafherde des Weyher Nabu

Mit Uschi und Shorty auf Abwegen

Maike Plaggenborg 08.01.2021

Das ganze Jahr über leben Uschi, Shorty, Kalle, Hamlet, Anna, Berta und Sarah auf den Weiden nahe der Naturschutzstation des Weyher Nabu. Im Winter oder auch sehr trockenen Sommer wird Heu zugefüttert.

(Vasil Dinev)

Weyhe-Leeste. Sie sind sieben, sie grasen in der vierten Generation und sie haben reichlich Platz in Leeste, seit Kurzem sogar noch mehr. Uschi, Shorty, Kalle, Hamlet, Anna, Berta und Sarah leben im Sommer wie Winter rund um die Naturschutzstation der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). Der Verein kümmert sich auf Flächen der Gemeinde um die eigenen Schafe. Für die kleine Herde gibt es nun aber noch mehr Platz. Ein Nachbar hat seine Weide zusätzlich zur Verfügung gestellt. Neu ist auch der Schutz vor dem Wolf.

Ordentlich abgegrast ist die Fläche neben der Naturschutzstation an der Böttcherei aktuell. Auf der Streuobstwiese mit mehr als 40 Bäumen haben die sieben tierischen Landschaftspfleger bereits ganze Arbeit geleistet – im Auftrag der Artenvielfalt. Durch die extensive Beweidung werde die beste Nutzung erreicht, sagt Manfred Böcker vom Nabu-Schäferteam, denn das Pflanzenwachstum ist unterschiedlich. Würde man das Areal als Mähwiese unterhalten, würden die großen Pflanzen die kleinen unterdrücken. Nach einer gewissen Zeit käme dann der harte Schnitt: Alles auf kurz. Würde man nichts machen, würde die Fläche verbuschen. „Wald ist das Endstadium“, sagt Böcker.

Und der Wald ist an dieser Stelle nicht gewollt, sondern eine Wiese mit Kräutern und Pflanzenvielfalt überhaupt, die Lebensraum für Insekten ist. Im Sommer gibt es dadurch auch mehr Vogelarten, ergänzt Ulrike Buck, ebenfalls im Schäferteam. „Es hängt alles zusammen“, sagt sie. Lediglich die Brennnessel rühren die Schafe nicht an, aber nur solange sie nicht gemäht ist. Das übernehmen die vier Nabu-Schäfer. Das Kraut, so Böcker, verliert dadurch seine brennende Wirkung und wandert damit auf den Speiseplan der Schafe.

Der erstreckt sich über eine zweite Weide nahe der Nabu-Naturschutzstation, wo die Tiere – es sind schwarzköpfige Fleischschafe mit inzwischen einem Einschlag vom Bentheimer Landschaf – außerdem einen Unterstand haben und auch eine Futterstelle. Denn im Winter wird Heu zugefüttert, auch etwas Kraftfutter zur Unterstützung, so Buck. Manchmal aber auch im Sommer, wie etwa in 2019, das ein sehr trockenes und damit futterarmes Jahr gewesen sei. Deshalb gab es kürzlich Hilfe. Noch mehr Platz und damit Futter haben die Schafe seit vergangenem Oktober. Anwohner und Nabu-Mitglied Thomas Meyer stellte eine, so Buck, Fläche zur Verfügung, um einen Beitrag zur Schafhaltung zu leisten. Der Weg dorthin führt durch einen kleines Wäldchen über einen Treibgang.

Mit zwei Lämmern angefangen

Das Nabu-Gelände an der Böttcherei ist laut dem Umweltbeauftragten der Gemeinde, Ulf Panten, seit 2007 Vereins-Standort mit angrenzender Obstwiese. Die Fläche beträgt etwa 5000 Quadratmeter. Die südlich liegende Außenweide, die etwa 100 Meter entfernt liegt und seit 2014 auch als Schafweide genutzt wird, ist etwa 3200 Quadratmeter groß. Auf 14.000 Quadratmetern kümmert sich der Verein außerdem an der Hache um die Renaturierung des Bachlaufs und hält auf einer weiteren Fläche mit einem Tümpel auf 24.000 Quadratmetern in der Leester Marsch Wasserbüffel. Die Betreuung dieser Projekte sowie die Unterhaltung der Flächen, die auch Ausgleichsflächen für Bautätigkeiten andernorts im Gemeindegebiet sind, übernimmt die Weyher Nabu-Gruppe, soweit erforderlich, so Panten weiter.

Mit der Schafhaltung angefangen hatten die ehrenamtlichen Naturschützer 2012. Da hatte der Weyher Verein die ersten beiden Lämmer gekauft: Uschi und Shorty, die demzufolge die ältesten in der Herde sind. Ein paar Tiere sind auch mal geschlachtet worden, berichtet Böcker. Aber „das gab Ärger innerhalb des Nabu“. Hintergrund der Schlachtung war, neue Lämmer über einen Deckbock in die Herde zu bringen und seinerzeit reichte der Platz dafür noch nicht aus. Die Lämmer kommen ganz besonders bei Kindern gut an und die Schafe seien überhaupt „ein Besuchermagnet“, sagt Buck. „Die Kinder sind hingerissen von den Tieren. Wir haben gemerkt, wie wichtig das ist.“ Seit drei Jahren habe der Nabu eine Kooperation mit der Grundschule Leeste. Bei Projekttagen, die Teil des Unterrichts sind, erfahren die Kinder etwas über Tierhaltung und darüber, „wie Schafe ticken“ – streicheln und füttern inklusive. Auch hier ist eine ganz bestimmte wieder vorne mit dabei: „Unser Schaf Uschi hat sich als Star erwiesen.“ Sie folgt den Kindern und lässt sich bereitwillig anfassen.

Nicht gedacht sind die Gehege für Besucher, die unvermittelt des Weges kommen. Erst kürzlich entdeckte das Schäferteam am Gatter eine Tüte voll mit altem Brot, das allerdings teilweise verschimmelt war. Es gebe eine große Verunsicherung, wie man mit den Tieren umgeht, sagt Böcker. Auch wenn es gut gemeint ist, ist das nicht im Sinne des Vereins, der sich täglich um die Schafe kümmert. „Man ist verpflichtet, täglich nachzuschauen“, sagt Buck. Dann müsse geschaut werden, ob es den Tieren gut geht und ob genügend frisches Wasser da ist, die Zäune müssten kontrolliert werden und sich gegebenenfalls um besagte Fütterung gekümmert werden.

Zu den eingrenzenden Zäunen hat der Weyher Nabu zusätzlich mit Strom versetzte Zäune aufgestellt. Sie sollen die Tiere vor Angriffen durch Wölfe schützen, denn diese wittern den Strom. Seit vier Wochen gibt es ein neues Weidezaungerät, eines, das mobil ist und damit auch an anderer Stelle eingesetzt werden kann. Für die Ausstattung hat der Verein 3000 Euro von der Landwirtschaftskammer bekommen. Ein Wolfsrudel aber, so Böcker, sei vor Ort bisher nicht bekannt.

Für eine mögliche Erweiterung hat zusätzlich zum Nachbarn ein weiterer Anwohner eine Fläche für die Tierhaltung angeboten. Ob es demnächst also wieder Lämmer geben wird? Die Schafhaltung ist ein Projekt, das nicht auf Zeit angelegt ist, sondern langfristig bindet, sagt Böcker. Und dafür müssten Freiwillige gefunden werden.