Amphibienschutz

 

Seit Anfang der 80er Jahre betreibt der NABU Weyhe gemeinsam mit der Gemeinde Weyhe und deren Freiwilligen FÖJler und Buftis den Amphibienschutz.
Neben den noch recht häufig vorkommenden Erdkröten werden auch Grasfrösche, Teichmolche sowie die selteneren Knoblauchkröten und Kammmolche eingesammelt und in den Morgen- und Abendstunden in Eimern über die Straße getragen, und so vor dem Straßentod gerettet.
Wenn die nächtlichen Außentemperaturen im Frühjahr die 10 Grad-Marke erreichen, sind es die Grasfrösche, die den Start der Wanderung ankündigen. Mit Beginn der Dämmerung machen sich die Amphibien auf die bis zu mehrere Kilometer lange Wanderung zu den Laichgewässern.  
Diese Aktion kann im Frühjahr mehrere Wochen andauern, da die Wanderung häufig durch Kälteeinbrüche gestoppt wird. Der Erfolg des Einsatzes spricht für sich, denn es wurden in den letzten Jahren neue Rekordmengen eingesammelt und sicher über die Straße gebracht.
Durch verschiedene Maßnahmen der Gemeinde im Bereich der Naturschutzstation wurden die Bedingungen in den letzten Jahren für die Amphibien verbessert. Dieses waren die Waldpflanzaktion 1996, das Ausbaggern des Böttchers Moors im Januar 2012 und auch die Sanierung des kleinen Moores hat ein optimales Laich- und Aufwuchshabitat für Amphibien und deren Kaulquappen entstehen lassen.
Der Lebensraum Wald bietet neben den positiven klimatischen Bedingungen auch gute Bodenverhältnisse und Nahrungsgrundlagen. Die abwechslungsreichen Flächen um die Naturschutzstation herum, mit Streuobstwiese, Schafweiden und den offenen Baum-Strukturen runden das Gebiet ab.

Bildautor: Jonas Jäschke


Auch 2017 war wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für den Amphibienschutz in Weyhe: Nabu Mitglieder haben auch in diesem Jahr zusammen mit den „Föjlern“ und „Bufdis“ der Gemeinde Weyhe eine sehr große Anzahl Amphibien sicher über die Straße Böttcherei gebracht.

In dem Zeitraum vom 27.02. bis 30.3.2017 wurden insgesamt 3359 Kröten, Frösche und Molche in den Morgen- und Abendstunden über die Straße getragen und somit vor dem Tod bewahrt. Es gab in dem Zeitraum sehr viele kalte Nächte, an denen nur einzelne Tiere in den Eimern landeten. Dadurch gab es nach warmen Nächten Schwerstarbeit um Hunderte Tiere zu transportieren.

Im Jahr 2018 haben wir, zusammen mit den FÖJler der Gemeinde, vom 11.3. bis zum 9.4. die Amphibiensammlung entlang der Böttcherei auf Höhe des Böttchers Moor vorgenommen.

Jeweils in den Morgen- und Abendstunden wurde die Amphibien die in die Eimern gefallen sind, sicher über die Straße gebracht.

 

Es wurde mit einer Gesamtanzahl von 3766 Kröten, Fröschen und Molchen wiederum ein sehr hohes Ergebnis erzielt.

 

Bei der maximalen Stückzahl von 1233 Tieren an einem Tag, kann man sich gut vorstellen, was auf der wenige Hundert Meter langen Strecke ohne unsere Hilfe passiert wäre. Ein Massensterben.

Krötensammlung Böttcherei

Jahr gesamt

Kröte

männlich

Kröte

weiblich

Frosch Molch sonstiges Hinweis
2005 2881 2124 729 15 13 0 7 Knoblauchkröten
2006 2210 1520 680 5 5 0  
2007 2237 1436 791 4 6 0  
2008 1450 781 637 21 11 0  
2009 2173 1687 451 23 12 0  
2010 2007 1504 428 20 55 0  
2011 1486 982 457 20 27 0  
2012 1319 941 304 22 50 2 1 Knoblauchkröten
2013 2585 1822 615 35 113 0  
2014 3318 2454 651 82 131 0  
2015 3444 2289 730 208 215 2  
2016 3886 2793 944 20 57 12  
2017 3359  2495 618 16 214 16  
2018 3766 2845  679  15 215 0

21 Kammmolche

194 Teichmolche

               

 

 

Krötensammlung Hahnenfelde

Jahr gesamt

Kröte

männlich

Kröte

weiblich

Frosch Molch sontige Hinweis
2005 784 578 203 1 2 0 2 Knoblauchkröten
5006  460  350 110 0 0 0  
2007 371 245 121 2 3 0  
2008 315 168 133 7 7 0  
2009 218 131 52 5 0 0  
2010 366 217 126 10 9 4 1 Knoblauchkröten
2011 271 173 85 5 8 0  
2012 97 54 35 2 6 0