Am Samstag, dem 08.11.2025, traf sich ein Team des NABU Weyhe zum Nistkasten Arbeitseinsatz.
Mit fünf Aktiven waren wir drei Stunden unterwegs - an der Schiffstelle und im Bruch. Fast 30 Stück Nistkästen haben wir kontrolliert, eine Belegung von 50 bis 75 % festgestellt und anschließend
die Kästen
gesäubert sowie wieder "fit" zur neuen Besiedlung gemacht. Da noch unsere Kästen beim NABU Gelände, am
Lahauser Moor und auf unseren Büffelweiden kontrolliert werden müssen - stehen noch weitere Termine an.
Wer Lust hat, uns dabei zu unterstützen, wendet sich gern an: [email protected].
(Fotos V. Herrlich)
Dezember 2019
In der dritten Brutsaison unseres Eulen- und Falkenprojektes konnten wir auch in Weyhe erfahren, was ein Mäusejahr für diese Profiteure bedeutet.
Im Jahr 2019 gab es in Weyhe 7 Schleiereulen-Brutpaare. Diese schafften durch 6 Zweitbruten und einer bis in den November dauernde Aufzucht der Küken einer Drittbrut 14 Bruten mit 59 Küken, im
Vergleich zu 3 Brutpaaren mit 3 Bruten und nur 9 Küken im Vorjahr.
Bei den Turmfalken konnten wir 16 Küken in Kästen (4 Brutpaare) sowie 21 Küken von 6 Brutpaare in Gebäuden und in Nestern auf Bäumen zählen.
Da wir den Vögeln jetzt 25 Schleiereulen- und 10 Turmfalkenkästen anbieten, haben wir große Hoffnung, dass sich vom diesjährigen Nachwuchs im nächsten Jahr die Anzahl der Weyher Brutpaare
weiter erhöhen wird, und sich unsere Vorarbeit und aktuellem Nistplatzangebot auszahlen wird.
Einige Kästen wurden in 2019 als Ruheplatz der Eulen sowie von Wespen, Ringeltauben und Gartenrotschwanz genutzt. Außerdem gab es 2019 gemeldeten Waldohreulen- und Baumfalkennachwuchs in
Weyhe.
Bildautor: Alfred Schulte
März 2019
Leider hatten wir im Jahr 2018 mit nur 3 Schleiereulenbruten und 9 Küken einen
starken Rückgang zu verzeichnen. Da Schleiereulen ihre Gelegegröße nach der Verfügbarkeit der Nahrung steuern, oder auch ganz ausfallen lassen, vermuten wir, dass es im sehr trockenen Sommer
2018 nicht genügend Mäuse gab.
Bei den Turmfalken wurde die Anzahl der Brutpaare auf 6 verdoppelt, die 20 Küken
hatten, im Durchschnitt hatten sie allerdings weniger Küken als im Vorjahr. Turmfalken sind bei der Nahrungssuche viel flexibler als Schleiereulen, so dass sie offensichtlich genügend Nahrung
gefunden haben.
Zusätzlich gab es 2 Kästen, in denen Schleiereulen zu Besuch waren, was an Gewölle
und Federn zu erkennen war, und 2 ungeplante Nutzungen durch Wespen und Ringeltauben. Insgesamt hat sich die Anzahl der genutzten Nistkästen erhöht, was auch ein Erfolg darstellt, unter
schwierigen Bedingungen.
Im Februar 2019 bieten wir den Eulen und Falken für die neue Brutsaison 4
Turmfalkenkästen und 23 Nistkästen für Schleiereulen an, die auch von Turmfalken genutzt werden.
Weiterhin bieten wir dem Steinkauz 7 Röhren an, und hoffen, dass er eines Tages
wieder nach Weyhe kommen wird, denn es gibt geeignete Standorte. In Riede haben wir an der Grenze zu Weyhe 2 Röhren aufgehängt, da durch Windkraftanlagen Veränderungen in der Nutzung in
Riede zu erwarten sind.
Es hat im Februar 2018 eine Zusammenarbeit mit der NABU-Gruppe Thedinghausen in Riede stattgefunden.
Es wurdenunweit von dem ausgewiesenen Windkraftgebiet, für das im Januar die Baugenehmigung fürfünf WKA`s erteilt wurde, zwei Steinkauz-Nistkästen angebracht, damit diese bei Beginn derBauarbeiten, mit wahrscheinlicher Vergrämung,
Alternativbrutmöglichkeiten vorfinden.
Eindritter Kasten, der ebenfalls von der Weyher Gruppe gestellt wurde, wird demnächst folgen.
Beiden Untersuchungen im Vorfeld wurden zwei Steinkauz-Brutnachweise in dem Bereich festgestellt.
Projektstatus 2017
Nach dem Projektstart im Sommer 2016 haben wir 13 vorhandene Schleiereulen- und 2 Turmfalkenkästen in Weyhe entdeckt. Diese wurden in den
beiden letzten Jahrzehnten aufgehängt, wie wir recherchieren konnten, und waren zum Teil sehr beliebte Brutplätze. Manche wurden gereinigt und andere im Laufe des Jahres repariert. Weiterhin
wurden 2017 vier weitere Kästen von NABU Mitgliedern sowie von interessierten Weyher Bürgern für Schleiereulen aufgehängt.
Zwei neue Turmfalkenkästen wurden von der Deutschen Bahn als Ausgleichsmaßnahme gekauft und an der Weser-Flutbrücke der Bahn aufgehängt. Um den
Erfolg zu dokumentieren, hat die Deutsche Bahn mit dem NABU Weyhe einen 5-jährigen Monitoring-Vertrag abgeschlossen.
Somit werden in Weyhe für 2018 jetzt 17 Schleiereulen- und 4 Turmfalkenkästen zur Brut angeboten.
In der Brutsaison 2017 wurde erstmalig in Weyhe die Anzahl der in den Nistkästen geschlüpften Schleiereulen und Turmfalken ermittelt, und zum
Niedersächsische Monitoring gemeldet:
Es waren 25 Schleiereulenküken von 5 Brutpaaren in 6 Bruten (ein Pärchen in einem ehemaligen Traforturm hat eine Zweitbrut geschafft).
Bei den Turmfalken, die auch in Schleiereulenkästen brüten, gab es von 4 Brutpaaren 15 Küken.
Alle Bruterfolge 2017 waren noch in alten Kästen, was nicht verwunderlich war, denn sie müssen erst einmal entdeckt werden. Einen ersten
Nachweis, dass ein neuer Kasten bereits als Ruheplatz genutzt wurde, gab es aber auch schon.
Auch in diesem Winter werden weitere Kästen gebaut und aufgehängt. Erste Plätze bei interessierten Weyher Bürgern wurden bereits vermessen,
bzw. es ist bekannt, dass auch privat wieder gebastelt werden wird.
Kontaktaufnahmen von weiteren Interessierten mit Ställen und/ oder Scheunen sind herzlich willkommen.
Aktuell arbeiten wir an einer IST Aufnahme von Eulen und Falkenkästen in Weyhe. Wenn Ihnen vorhandene Nistkästen bekannt sein sollten, und Sie uns informieren
würden, wären wir Ihnen sehr dankbar.
Einen Ansprechpartner finden Sie unter Kontakte
Außerdem suchen wir Weyher Bürger, die ruhige Scheunen besitzen und in deren Nähe sich Weideflächen befinden, um zu prüfen, ob ein Einbau eines Nistkastens
sinnvoll wäre.
Weitere Informationen kommen in Kürze.
Bildautor: NABU Weyhe
05.11.2016
....es geht vorran - die ersten beiden Eulenkästen sind fertig und warten auf den Einbau
Bildautor: NABU Weyhe
Zur Zeit kann man auch die Waldohreule öfter beobachten.
Außerhalb der Brutzeit sammeln sie sich zu sogenannten Schlafgemeinschaften.
Bildautor: NABU Weyhe
Als erste Maßnahmewurde der Trafoturm in der Wulfhooper Heide vom Efeu befreit.
Siehe Artikel der Regionalen Rundschau vom 20.09.2016:
20.09.2016 Regionale Rundschau:
Ein neues Heim für Eulen und Steinkäuze
Weyher Nabu-Gruppe bestückt alten Trafoturm in Melchiorshausen mit Nistkästen
Weyhe-Melchiorshausen. Die Schiebeleiter sicher auf einen Gummiwagenanhänger gestellt und an die Wand des Trafohäuschens an der Wulfhooper Heide in
Melchiorshausen gelehnt, beginnt Bernd Daneke, zweiter Vorsitzender der Nabu-Gruppe Weyhe, den einberufenen Arbeitsdienst. Das Gebäude soll an diesem Tag von den herunter gewachsenen
Efeusträngen befreit werden. Fünf weitere Gruppenmitglieder helfen ihm bei der körperlich schweren Arbeit.
Drei Trafostationen besitzt die Gemeinde Weyhe an den Straßen Zur Böttcherei, Böttcherei und Wulfhooper Heide. Diese stellt die Gemeinde der Weyher Gruppe
des Naturschutzbundes kostenlos zur Verfügung. Vor vielen Jahren richteten die Weyher Naturschutzmitglieder die Türme für Fledermäuse her. Die damals „neue Bleibe“ wurde aber von diesen
Tieren nicht angenommen.
Eine sehr gute Annahme solcher Unterkünfte durch Schleiereulen, Turmfalken und Steinkäutze in der Gemeinde Stuhr inspirierte Daneke zu einer ähnlichen
Turmumgestaltung in Weyhe. „Während einer der monatlichen Treffen des Nabu in der Naturschutzstation Böttcherei rannte ich mit meiner Idee, zwei Trafohäuser neu zu gestalten, offene
Türen ein“, so Daneke. Sofort wurde ein Termin für einen Arbeitsdienst anberaumt. Der Trafoturm an der Wulfhooper Heide sollte als erstes Objekt dienen.
Viel Efeu muss weg
Zunächst muss dort allerhand Efeu beseitigt werden, denn dieses hatte den Turm im Laufe der vergangenen Jahre stark überwuchert. Danach werden im
Innenraum Nistkästen für Schleiereulen, Turmfalken und Steinkäuze eingebaut, um eine Ausbreitung in beziehungsweise nach Weyhe positiv zu beeinflussen. Hierbei ist zu beachten, dass
Schleiereulen und Turmfalken in gleichartigen Nistkästen Unterschlupf finden. Nur der Steinkauz benötigt laut Daneke eine andere Kastenform. Wenn man auf diese Ansprüche Rücksicht nehme,
würden sich alle drei Vogelarten auch unter einem Dach verstehen.
Holger Bokelmann, Fotograf und Betreuer der Internetseite des Weyher Nabu, gibt zudem zu bedenken, dass das Areal um die Wulfhooper Heide ideal für die
Vögel sei. Denn hier finde man mehr Weiden und Wasserstellen als zum Beispiel im Innenbereich der Gemeinde. Im Umfeld seines Wohnhauses in Leeste wäre eine Ansiedlung der Tiere kaum
möglich. Unter seinem Dach habe dafür bereits eine Vielzahl von Fledermäusen ein Zuhause gefunden.
Die Weyher Nabu-Gruppe möchte außerdem den aktuellen Stand von Eulen- und Falkenkästen in der Gemeinde dokumentieren und dazu mit Hilfe der Bevölkerung
Infos über vorhandene Nistkästen sammeln. „Unser Ziel ist der Kastenbau, das Anbringen, die Überwachung, die Kontrolle, die Auswertung und eine Optimierung“, so der zweite Vorsitzende.
Und er fügt hinzu: „Uns interessiert in diesem Zusammenhang sehr, wo sich schon solche Tiere aufhalten und ob die Ansiedlung ein Erfolg war.“ Sollte jemand entsprechende Scheunen anbieten
können, bittet Daneke um Benachrichtigung.
Seit 2002 arbeitet der Nabu in Weyhe mit einer eigenständigen Ortsgruppe und hat mit der Naturschutzstation an der Böttcherei (Nummer 115) den zentralen
Punkt seiner Aktivitäten gefunden. Die Naturschutzstation wurde seinerzeit durch Mittel der Gemeinde Weyhe, des Nabu und der Bingo-Lotterie finanziert.
Die Schwerpunkte des Nabu Weyhe liegen in der Umweltbildung und in der Biotoppflege. Darüber hinaus erarbeitet er Stellungnahmen zu Eingriffen in Natur und
Landschaft und ist mit einem hinzugewählten nicht stimmberechtigten Vertreter im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Weyhe vertreten.
Die aktiven Mitglieder treffen sich monatlich einmal in der Naturschutzstation, um aktuelle Ereignisse zu besprechen. Interessierte Gäste sind bei diesen
Treffen willkommen. Unterstützung sei gerne gesehen. Arbeitsgruppenmitglied Rolf Rehpenning brachte es an der Wulfhooper Heide auf den Punkt: „Seit diesem Jahr bin ich Rentner und bereits
vor Rentenbeginn habe ich mir überlegt, wie ich meine neue Freizeit sinnvoll gestalte. Weil ich viel Spaß an der Natur habe sowie an der Möglichkeit, seltene Vogelarten zu erhalten, bin
ich aktives Mitglied im Nabu geworden.“