Beweidungsprojekt Schafweide

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Schaf Uschi, bekannt bei vielen Weyher Kindern als das "Kuschelschaf", ist der Anziehungspunkt bei unseren kleinen Gästen. Sie ist das berühmteste Schaf Weyhes.

Ein sonniger Tag im Dezember 2020

 

Die Sonne scheint. Die Luft ist klar, es ist windstill. Unsere Schafe grasen gemächlich auf der großen Weide am Böttchers Moor. Bei unserem Erscheinen blökt eines, die Chefin. Sie hat den Namen Shorti. Ein kurzes Aufschauen der anderen sechs Schafe, dann wird weiter gegrast. Es ist noch genug Gras auf der neuen Weide, die wir kürzlich von Thomas Meyer zur Verfügung gestellt bekamen. Unsere vierbeinigen Landschaftsgärtner sind verlässlich, jeden Tag rupfen sie und kauen und widerkauen. Wir gehen zu den Schafen, Schaf Kalle kommt uns entgegen. Der Dreijährige genießt das Kraulen sichtlich. Lange, kann man so bei ihm stehen und kraulen, kraulen und kraulen. Uschi, das bekannteste Leester Schaf kommt auch. Sie lässt ein kurzes Streicheln zu, dann zieht die Achtjährige weiter. Unsere Hände sind jetzt gewärmt, vom dichten Fell.

Wir, die Schäfer vom NABU, schauen täglich zu unseren wolligen Vierbeinern und überprüfen, ob es allen gut geht, ob der Zaun genügend Strom führt und ob genügend frisches Wasser in der Tränke ist. Einmal im Jahr werden die Schafe geschoren, dass ist harte Arbeit und wird von einem Berufsschäfer gemacht. Klauenpflege wird dabei gleich mit erledigt. Nach der Körperpflege sehen alle sieben Schaf sehr jugendlich aus, man kann sie kaum voneinander unterscheiden. Außer Kalle und Hamlet, die einen Einschlag vom Bentheimer Landschaf an Kopf und Beinen zeigen.

 

Kürzlich waren die Schafe bei dem Krippenspiel der Leester Kirchengemeinde Nebendarsteller. Schaf Uschi zeigte großes Interesse an einer Hauptrolle vor der Kamera. Sie ist auch diejenige, die bei den Leester Grundschülern sehr bekannt ist, denn sie lässt sich ganz besonders gerne von Kindern kraulen. 

Im April 2012 kaufte der NABU Weyhe 3 Lämmer für die ökologische Beweidung einer gemeindeeigenen Streuobstwiese neben der Weyher Naturschutzstation.

Die ursprüngliche Absicht, die Schafe nur über den Sommer zu halten, wurde nach intensiver Diskussion aufgegeben und durch den Bau eines kleinen Stalles neben dem Sommerunterstand die Voraussetzung für eine Ganzjahresbeweidung geschaffen. Der Stall steht immer offen, so dass die Tiere ganzjährig im Freien herumtollen können.
Zwei Mitglieder belegten bei der Landwirtschaftskammer einen Grundlehrgang für Schaf- und Ziegenhaltung, sowie Aufbauseminare zum Scheren der Schafe und zur Lammung.

Aus dem Besuch eines Bockes im November 2013 resultierten im April 2014 fünf kleine Lämmer. Durch die Einzäunung einer Wiese in unmittelbarer Nachbarschaft zur Naturschutzstation wurde ein Alternativstandort geschaffen, so dass wieder ausreichend Weidefläche zur Verfügung steht.

Auch im Jahr 2016 gab es Nachwuchs in unserer Schafherde. Damit ist sichergestellt, dass unser Schaf-Beweidungsprojekt fortbesteht.