Unsere grasenden Wasserbüffel sind Garanten der Artenvielfalt!

Ohne Weidetiere mit extensiver Wiesennutzung, würden Weidelandschaften mit ihrem außerordentlichen Artenreichtum schnell verschwinden!

Grundsätzlich gelte, dass die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Pflanzenarten an Grünland gebunden ist!

Durch ökologisch wertvolle Weidepfade, offene Bodenstellen, unterschiedlich abgegraste Flächen und natürlich durch offene Wasserlöcher sind unsere grasenden Wasserbüffel, die Garanten der Artenvielfalt in der Leester Marsch. Auch deren wertvolle Kuhfladen sind durch deren Nutzung durch eine Vielzahl von Käfern, Würmern, Fliegen und Pilzen Hotspots der Artenvielfalt.

Weiterhin ist nachhaltig bewirtschaftetes Weideland ein wirksamerer Kohlenstoffspeicher als beispielsweise Wald, und das liegt vor allem am Weidevieh. Während immer wieder alte Wurzelmasse abstirbt und zu Humus wird, sorgen Weidetiere für anhaltenden Wurzelnachwuchs und erhöhen somit kontinuierlich die Kohlendioxid-Speicherfähigkeit des Bodens. Deshalb haben grasende Wiederkäuer, obwohl sie verdauungsbedingt das Klimagas Methan ausstoßen, insgesamt eine positive Klimabilanz.

Leider sieht man in Weyhe nur noch sehr selten grasende Weidetiere, und wenn sie draußen sind, dann oftmals in viel zu hoher, für Flora und Fauna destruktiver Dichte.

 

Im Sommer 2019 unterwegs auf der Wasserbüffelweide.Bildautor: B. Daneke


Im Herbst 2018 hat sich unsere Herde um die Kälber Lotte und Oska auf die gewünschte Herdenstärke, für die unsere Weiden geeignet sind, vergrößert.

Die fleißigen Tiere haben bisher all unsere Erwartungen in der Pflege der Wiesen, Wasserlöcher und Uferbereiche erfüllt.

Bildautor: Nabu Weyhe


Zwei Jahre nach dem Kauf unserer ersten vier Wasserbüffel vergrößerte sich unsere Herde im Herbst 2016.

Zu unserer aller Überraschung haben die beiden schwarzen Büffelkühe und der schwarze Bulle zwei weiße weibliche Büffelkälber gezeugt.

Die extensive Beweidung mit den Wasserbüffeln bestätigt die erwartete Pflege der Stillgewässer. Die harten Gräser wie Binsen aber auch aufgelaufende Weiden, Erlen und Birken werden abgefressen und die Wassertiefe und –fläche wird durch das Suhlen der Büffel immer wieder neu modelliert und offen gehalten, was insbesondere Insekten, Amphibien sowie Wat- und Wiesenvögel zu Gute kommt.

Auf den Wiesen des Nabu und der Gemeinde Weyhe werden die Bedingungen für die Vogelwelt durch unser Beweidungsprojekt und der extensiven Nutzung weiter verbessert. Weißstörche, Reiher und Stare jagen wandernd nach Fröschen, Mäusen, Insekten und Würmern, deren Anzahl insbesondere durch den Büffeldung in großer Zahl vorhanden ist.

 

Auch die Jäger aus der Luft, wie Eulen, Falken, Schwalben und selbst Fledermäuse sind regelmäßige Besucher der Wiesen. Eine besondere Pflege bieten die Stare den Wasserbüffeln, indem sie auf ihnen herum laufen und sie von lästigen Insekten befreien.

 

 

Zusätzlich rasten viele Zugvögel wie Kiebitze und Stare auf den Wiesen und auch die Bekassine hat die Leester Marsch, zumindest als Wintergast, wieder entdeckt.

 

 


Anfang Dezember 2014 gab es ein „Danke schön!“ an alle Sponsoren und Unterstützer, die die extensive Beweidung unserer Flächen  in der Leester Marsch mit Wasserbüffeln erst möglich gemacht haben.

Bei klarem Winterwetter konnten die zahlreichen Gäste eine warme Gulaschsuppe in direkter Nachbarschaft zu den Wasserbüffeln genießen. Die ausgelassene Stimmung zeigte uns die Wertschätzung unseres Projektes.


 

Beweidungsprojekt Büffelweide

Im Oktober 2014 startete der NABU Weyhe sein 2. extensives Beweidungsprojekt. 4 Wasserbüffel, 1 Bulle, 2 Kühe und ein Kalb pflegen ihre ca. 7 ha. große Weide und reduzieren den Bewuchs an den Stillgewässern auf dieser Fläche. Außerdem sollen sie beim Sulen die Tiefe der Gewässer regulieren und somit Baggereinsätze in Zukunft überflüssig machen. Für die fachgerechte Haltung  sorgt unser NABU Mitglied, Landwirtschaftsmeister Michael B.-K.

Mit der extensiven Beweidung wird langfristig eine große faunistische und floristische Artenvielfalt erreicht.